Der Naturpark Mürzer Oberland beklagt die Zunahme an Besuchern, die sich nicht an ihre Parkregeln halten. Ein neues Gesetz gegen Wildcamper in der Steiermark soll schon bald helfen.
Der Naturpark Mürzer Oberland sieht sich vermehrt mit einem Problem konfrontiert: Immer mehr Gäste wollen die Natur hautnah genießen und meinen, das gehe am besten mit dem Campingbus. Dass das Abstellen dieser nur bei offiziellen Stellplätzen erlaubt ist, wird dabei oft außen vor gelassen.
Nur wenn ein Grundstücksbesitzer ausdrücklich seine Zustimmung dazu gibt, ist das Campieren mit dem Wohnmobil auch abseits der ausgewiesenen Plätze gestattet.
Andreas Steininger, Geschäftsführer Naturpark Mürzer Oberland
Andreas Steininger, Geschäftsführer des Naturparks, nimmt daher den neuen Gesetzesentwurf des steirischen Landtags zum Anlass, eine „Info-Offensive“ gegen Wildcamper zu starten. Sein Appell: „Gerade aus Naturschutzgründen, aber auch aus Gründen der Sicherheit und des Umweltschutzes, wird dringend geraten, nur die ausgewiesenen und gewarteten Stellplätze zu verwenden.“
In dem obersteirischen Naturjuwel finden Gäste drei solcher Plätze. Bei allen wird eine Gebühr eingehoben (12,-/pro Nacht). Im Gegenzug wird den Gästen Wlan, Abwasserentsorgung, Strom- und Wasseranschluss geboten. Laut geplantem Gesetz sollen künftig Strafen bis zu 5000 Euro oder gar Zwangsräumungen möglich sein, sollte man sich nicht an die Regeln halten.
Im Nationalpark Gesäuse kennt man das Problem schon länger: „Bei uns ist das sehr streng geregelt. Wir haben ein bis zwei Personen, die die Parkplätze tagtäglich kontrollieren“, erklärt Sprecher Christoph Unterberger. Die Gebietsaufseher können unerwünschte Gäste auch verweisen.
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