„Es kann doch nicht sein, dass ich ständig Uringeruch in der Nase habe“, ärgert sich KFZ-Händler Benjamin Lindinger. Mit Videoüberwachung und Hinweisschildern rückt er den Wildpinklern zu Leibe, mit Autoshampoo deren Hinterlassenschaften.
Jetzt reicht es! Firmenchef Benjamin Lindinger hat genug von Wildpinklern auf dem Gelände seiner KFZ-Werkstatt in Traun, mit denen er seit Oktober letzten Jahres zu kämpfen hat. Damals stellte die vor seinem Firmenareal gelegene Tankstelle auf Selbstbedienung um, was auch einen Wegfall der Kundentoilette bedeutete.
„Überall stinkt's“
Getankt wird dort nach wie vor und auch der Snack-Shop sei gut genutzt, doch um ihr „Geschäft“ zu verrichten, weichen die Kunden auf das Betriebsgelände des Autohändlers aus. „Sie urinieren in meine Einfahrt, vors Ersatzteillager oder auf die Hausmauer. Überall stinkt’s nach Urin, sogar Kunden haben schon gefragt, was da los ist“, so Lindinger.
Es kann doch nicht sein, dass ich ständig Uringeruch in der Nase habe, wenn ich über meinen Platz gehe. Bitte bleibt menschlich und benützt Toiletten.
Firmenchef Benjamin Lindinger
Standardausrede gilt nicht
Die Übeltäter seien nicht nur Männer, auch Frauen würden sich bei ihm erleichtern – trotz Videoüberwachung und mehreren Hinweisschildern. „Einmal bin ich im Büro gesessen, um ein Angebot zu schreiben. Da habe ich auf der Kamera gesehen, wie sich eine Dame bei mir hinhockt. Ich bin raus und wollte wissen, was das soll. Da meinte sie nur, sie hat schon so dringend müssen“, erzählt der Firmenchef.
Faule Ausrede
Eine Ausrede, die er nicht gelten lassen will, da nur 500 Meter weiter eine Tankstelle mit Toilette oder ein Fast-Food-Restaurant wären. Mit Autoshampoo hätte er schon vergeblich versucht, den Geruch und die gelbe Farbe von der Hauswand zu entfernen. Jetzt will er jeden Verstoß zur Anzeige bringen.
Hohe Strafen drohen
Vor rund einem Jahr wurde in Vorarlberg ein „Blasenschwacher“ zu 800 Euro Strafe verurteilt, weil er gegen die Tür einer Physiotherapie-Praxis gepinkelt hatte. Noch höhere Strafen drohen in der Lagunenstadt Venedig: Dort müssen Wildpinkler bis zu 3000 Euro blechen.
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