Hürdensprinter Enzo Diessl ist am Dienstag bei den Olympischen Spielen in Paris im Hoffnungslauf über 110 m Hürden ausgeschieden.
Der Steirer kam im Stade de France in seinem Lauf in 13,56 Sek. an die vierte Stelle, nur die jeweils besten zwei stiegen in das Semifinale der Top 24 am Mittwochabend auf. Der 20-Jährige zeigte als Jüngster des Feldes und in seinem ersten Jahr über die Erwachsenenhürden eine gute Leistung.
Dass er es in beiden Rennen nicht hinbekommen habe, hintenraus etwas aggressiver zu sein, was eigentlich seine Stärke ist, sei „ein bisschen frustrierend“. Aber vielleicht mit dem Training nach der EM zu begründen, wo man für das Tempo mit sechs bis acht Hürden trainiert habe. „Das Tempo war gut. Einmal bin ich hängengeblieben und habe einen Schlag bekommen. Da verliert man den Rhythmus“, sagte Diessl.
Ein bisschen beiße er sich in den Po, denn es sei drinnen gewesen. 13,46 Sek. hätten zum Weiterkommen gereicht, die Bestzeit des U20-Europameisters von 2023 steht bei 13,40. „13,56 ist trotzdem eine solide Zeit, ich lerne draus, das pusht mich für die Zukunft. Ich bin auf einem guten Weg, aber der hintere Teil muss noch besser werden. Da fehlte die Substanz“, sagte er.
„Ich bin stolz auf mich“
Er schätze seinen ersten olympischen Auftritt aber „gut“ ein, er sei ruhig geblieben und das ein guter Schritt in die Allgemeinenklasse gewesen. „Ich bin stolz auf mich. Es hätte auch ganz schlecht sein können.“ In der Hürdentechnik liege das größte Potenzial für die Zukunft. „Und in vier Jahren bin ich dann hoffentlich noch um einiges schneller.“
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