Es herrscht erneut große Aufregung rund um eine „männliche“ Boxerin bei Olympia: Nach der Niederlage der Bulgarin Svetlana Staneva gegen Lin Yu-ting aus Taiwan sprach ihr Trainer von einem „manipulierten“ Kampf. Offenbar wollte er sogar, dass Staneva aufgibt.
Am Sonntag feierte Lin im Viertelfinale (bis 57 kg) einen Sieg über Stanewa. Damit hat sie eine Olympia-Medaille sicher. Große Aufregung herrschte nach dem Kampf. „Ich bin XX. Rettet den Frauen-Boxsport“, stand auf einem Schild, das Georgiev, der Trainer von Staneva, in Richtung der Journalisten hielt. Es ist sogar die Rede davon, dass er wollte, dass seine Boxerin den Kampf vorzeitig aufgibt.
Schwere Vorwürfe
„Es war ein absolut manipulierter Kampf! Wir hätten den Kampf klar gewinnen müssen. Aber die Punkterichter machen das, was sie machen sollen. Solange jemand die Unterstützung des IOC hat, wird ihr von allen Seiten geholfen“, schimpfte Staneva. Nachsatz: „Es war ein reiner Raub!“

Georgiev zeigte sich „empört über den Jahrmarkt, der hier veranstaltet wird“. Seiner Meinung nach sei es „vorbestimmt“, dass Lin und die Algerierin Imane Khelif Olympiasiegerinnen werden sollen. Bei ihnen wurde festgestellt, dass sie sowohl ein X- als auch ein Y-Chromosom haben. Frauen haben typischerweise zwei X-Chromosomen (XX), Männer ein X- und ein Y-Chromosom (XY).
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.