Mitten in den Hundstagen kocht jetzt das erste große Wahlkampfthema hoch: Es geht um die teilweise absurd hohen Sozialhilfen für Migranten in Wien.
Der zuletzt gemeldete Geldregen für eine syrische Großfamilie liegt aber weniger am goldenen Wienerherz, sondern mehr an den juristischen und bürokratischen Besonderheiten der schon seit Ewigkeiten sozialdemokratisch regierten Bundeshauptstadt.
Das Wiener Beihilfenwunder hätte ohnehin nur wenige überrascht. Dass die merkwürdige Angelegenheit zu einer richtigen Affäre wurde, liegt vor allem an dem eher nur in Wien bekannten Sozialstadtrat Peter Hacker (SPÖ).
Migration kein Anliegen der SPÖ?
Das kam so: Auf die Frage eines Reporters, wie denn das mit der Sozialhilfe für die Syrer sein könnte, rotzte dieser Herr Hacker sein Unverständnis über das Interesse an der Sache ins Mikrofon. Und als wäre es nicht schon genug, schob der Stadtrat die Feststellung nach, dass er nicht wolle, dass in Wien jemand Existenzängste haben müsse. Gerade so, als ob das jemand wollen könnte.
Das ist übrigens genau jener Peter Hacker, der den Umstand, dass in Wien die Volksschüler mit muslimischem Glaubensbekenntnis schon den ersten Platz einnehmen, mit einem „Ist doch wurscht“ kommentierte.
Wenn diese Themen so egal sind, könnte die SPÖ im Wahlkampf gleich überall „Ist doch wurscht“ plakatieren. Alternativ ginge in Ostösterreich auch ein flottes „Ist doch blunzn“. Lässt sich auch alles sehr appetitlich bebildern.
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