Ein Jahr nach dem Wirbel um einen verweigerten Handschlag und ihr vermeintliches Olympia-Aus hat Fechterin Olga Charlan die erste Medaille für die Ukraine bei den Sommerspielen in Paris gewonnen.
Die 33-Jährige entschied am Montag im Säbel-Bewerb den Kampf um Bronze gegen die Südkoreanerin Choi Sebin für sich. Im Vorjahr war Charlan zunächst von der WM in Mailand ausgeschlossen worden, weil sie der Russin Anna Smirnowa nicht wie damals vorgeschrieben die Hand reichen wollte.
Sperre wurde aufgehoben
Nach heftigen Debatten und Beratungen mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) hob der Fecht-Weltverband damals die Disqualifikation und eine Sperre auf und ersetzte die Handschlagregel durch eine Grußgeste mit den Waffen. IOC-Präsident Thomas Bach, 1976 selbst Fecht-Olympiasieger, hatte Charlan nach dem Vorfall einen Startplatz in Paris zugesichert, sollte ihr die sportliche Qualifikation nicht gelingen.
„Jede Medaille ist wie Gold. Es ist mir egal, ob es Bronze ist, es ist Gold“, sagte Charlan nach ihrem Erfolg im Grand Palais. Ihr Edelmetall sei „ein guter Start für alle unsere Athleten, die hier sind, weil es wirklich schwer ist, wenn dein Land im Krieg ist“, sagte die Mannschafts-Olympiasiegerin von Peking 2008.
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