Von den österreichischen Parlamentsparteien wurde der Rückzug Joe Bidens aus dem US-Präsidentschaftsrennen unterschiedlich aufgenommen. Besonders zynisch gab sich die FPÖ.
Der ehemalige EU-Abgeordnete Othmar Karas (ÖVP) schrieb auf X: „Abseits aller Unsicherheiten der letzten Wochen: Joe Biden hat die USA in großer Unruhe übernommen und wieder zu einem verlässlichen globalen Partner gemacht.“
Als Europäer könne man Biden dankbar sein. „Es bleibt abzuwarten, ob der nächste POTUS erneut so transatlantisch handelt“, so Karas.
„Genießen Sie die Pension, Mr. President“, schrieb unterdessen FPÖ-Delegationsleiter Harald Vilimsky auf X.
„Das Rennen ist wieder offen“
Der SPÖ-Delegationsleiter im Europaparlament, Andreas Schieder, zollte Biden hingegen Respekt. „Ein guter Präsident mit vielen wichtigen Gesetzen. Nun zeigt er wahre Größe und Einsicht. Das Präsidentschafts-Rennen ist wieder offen“, schrieb Schieder auf X.
NEOS warnen vor Trump
NEOS-Delegationsleiter Helmut Brandstätter würdigte Biden als verantwortungsbewussten Staatsmann und warnte vor Trump. „Wir müssen gerade unsere europäische Sicherheit stärker in die eigene Hand nehmen“, schrieb Brandstätter in einer Aussendung.
„Trump hat mehrmals angekündigt, kein Interesse an Europa zu haben und träumt davon, den Angriffskrieg Putins in 24 Stunden zu beenden. Trump wäre eine Gefahr für die Sicherheit Europas und damit für die Sicherheit Österreichs.“ Österreich brauche gerade auch angesichts der Situation in den USA endlich eine neue Sicherheitsstrategie, in der auch Russland nicht mehr als „wesentlicher“ Partner stehe, so Brandstätter.
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