Der ukrainische Skeleton-Fahrer Wladislaw Heraskewytsch erinnert mit einem besonderen Helm-Design bei den Olympischen Winterspielen an durch den Krieg gefallene Sportkollegen!
Auf dem Kopfschutz sind die Bilder von rund einem halben Dutzend Athletinnen und Athleten zu sehen, die bei russischen Angriffen ums Leben gekommen sind. Heraskewytsch trug den Helm im offiziellen Training am Montag und hofft, dass er ihn auch im Wettkampf Ende der Woche aufsetzen darf.
„Einige von ihnen waren meine Freunde“, sagte Heraskewytsch, der bei der Eröffnungsfeier der Spiele in Cortina auch Fahnenträger seines Landes gewesen war. Bei Olympia 2022 hatte er – wenige Tage vor der russischen Invasion im Nachbarland – bereits ein Schild mit der Aufschrift „Kein Krieg in der Ukraine“ hochgehalten.
Entscheidung liegt beim IOC
Laut Heraskewytsch habe das Internationale Olympische Komitee (IOC) das nationale Komitee der Ukraine wegen seines Kopfschutzes kontaktiert. „Es wird noch bearbeitet“, erklärte der 26-Jährige. Das IOC untersagt in seiner Olympischen Charta politische Botschaften und Darstellungen an Wettkampf-Stätten. Eine Entscheidung ist noch ausständig.
Er wolle die olympischen Regeln respektieren, die politische Darstellungen an Wettkampf-Stätten verbieten, betonte Heraskewytsch. „Wir haben keine Regeln verletzt, und ich sollte mit diesem Helm antreten dürfen“, sagte der Ukrainer der Nachrichtenagentur AP. „Ich kann nicht verstehen, wie dieser Helm irgendjemanden verletzen könnte. Er ist eine Hommage an Athleten und einige von ihnen waren Medaillen-Gewinner bei den Olympischen Jugendspielen. Das bedeutet, sie gehören zur olympischen Familie.“
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