GUTEN MORGEN

Klima der Gewalt | Wer Gewalt sät …

Klima der Gewalt. Donald Trump spaltet Amerika, Donald Trump spaltet die Welt. Und jetzt spaltet das Attentat auf ihn die Menschheit. Vor allem die Frage, was dieser Schuss, der ihn nur am Ohr traf, für die US-Präsidentenwahl im kommenden November bedeutet: Weithin geht man nach dem glücklichen Entrinnen Trumps davon aus, dass ihm die zweite Wahl zum Präsidenten, für die er schon vor dem Schuss klarer Favorit gegen Amtsinhaber Joe Biden war, nun endgültig nicht mehr zu nehmen ist. „Krone“-Außenpolitik-Doyen Kurt Seinitz, der bereits die 14. Präsidentenwahlen in den USA als Journalist verfolgt, geht fix von einer neuerlichen Trump-Präsidentschaft aus und beschäftigt sich in seinem heutigen Kommentar bereits mit dem Programm („eine konservative Revolution“ mit teils unverhohlenen Drohungen in Richtung seiner Gegner) in Trumps nächster Amtsperiode. Seinitz-Kollege Christian Hauenstein versucht sich allerdings an der Gegenthese: Er meint, es gebe zwar viele gute Gründe, dass Trump auch wirklich gewinnt. Aber er kann sich auch vorstellen, dass viele Wähler, die bisher gar nicht an der Abstimmung im November teilnehmen wollten, sich jetzt überlegen, doch wählen zu gehen, um die Spirale der Gewalt zu druchbrechen. Denn gerade Trump sei verantwortlich für das amerikanische Klima der Gewalt. Ob es da wirklich noch eine Umkehr geben kann?

Wer Gewalt sät … Heiß diskutiert wird das Attentat auf Trump auch auf den Leserbriefseiten der „Krone“ und in unseren Internetforen. Da meint etwa Leserbriefschreiberin Doris Winkler, es sei schon sehr speziell, „dass selbst so eine Situation einem Narzissten wie Trump noch in die Hände spielt“. Wo doch Trump an Überheblichkeit nicht zu überbieten sei, „ein Mann, der gelogen, betrogen und Frauen sexuell belästigt hat, der einen Sturm auf das Kapitol mit Toten zu verantworten hat, wird wahrscheinlich der nächste Präsident der Vereinigten Staaten werden“.  Und die Leserin fragt sich so wie viele andere, wer wisse, was da noch alles auf Europa zukommt. Leser Mag. Hans Rankl aus St. Pölten wiederum verweist darauf, dass seit der von Trump nie akzeptierten Wahlniederlage 2020 zwischen Republikanern und Demokraten „gehetzt, polarisiert und gegen die beiden Kandidaten Stimmung verbreitet“ wird. Und vor allem meint er: Wer Gewalt sät, wird Gewalt ernten - frei nach der altbiblischen Erkenntnis: Wer Wind sät, wird Sturm ernten. Diese bittere Ernte hat längst begonnen.

Kommen Sie gut durch den Dienstag!

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