Unmut im Volk wächst
Ukraine: Rekrutierungsamt mit Granate beworfen
Im Westen der Ukraine wurde ein Rekrutierungsamt der Armee offiziellen Angaben zufolge mit einer Granate attackiert.
Laut der Polizei in der an Polen angrenzenden Region Lwiw wurde das Geschoss Augenzeugen zufolge am Montag kurz nach Mitternacht auf das Gebäude in der Kleinstadt Busk geworfen. Die Fassade wurde beschädigt, zwei Fenster zertrümmert. Dabei wurde niemand verletzt. Nach einem Verdächtigen wird den Behördenangaben zufolge gefahndet.
Akuter Mangel an Soldaten
In der Ukraine haben die verstärkten Anstrengungen der Regierung bei der Rekrutierung von Soldaten zu Unmut in Teilen der Bevölkerung geführt. So wurden Dutzende Männer im wehrfähigen Alter auf der irregulären Flucht aus dem Land gefasst, Rekrutierungsoffiziere haben mehrfach über Beschimpfungen berichtet. Nach fast zweieinhalb Jahren Krieg leidet die ukrainische Armee unter einem akuten Mangel an Soldaten.
Im Mai war deshalb ein neues Gesetz verabschiedet worden, durch welches das Einberufungsalter von Reservisten von 27 auf 25 Jahre herabgesetzt wurde.
In Russland ist es seit Beginn des Einmarschs in die Ukraine angesichts der aggressiven Rekrutierungspraxis der russischen Armee bereits zu mehreren Angriffen auf Rekrutierungsämter gekommen. In der Ukraine kamen diese bislang selten vor.








Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.