Die Einsatzkräfte haben regelmäßig mit „Gaffern“ zu kämpfen. Selbst drohende Geldstrafen schrecken offenbar nicht ab.
Ein Crash, ein Feuer – und schnell wird das Handy gezückt und fotografiert oder gefilmt. Gerade in letzter Zeit haben Feuerwehren bei Einsätzen öfter mit Schaulustigen zu kämpfen. „Die Menschen filmen und fotografieren das Geschehen und behindern häufig dadurch die Feuerwehrmitglieder bei ihrer Arbeit und verletzen die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen“, erklärt Günter Prünner vom Landesfeuerwehrverband.
Gefahr weiterer Unfälle
Mittlerweile würden sich bei fast jedem Einsatz neugierige Zeitgenossen einfinden, um das Geschehen zu beobachten. Das kann dazu führen, dass durch weitere Unfälle ausgelöst werden, etwa wenn sie bei einem Unfall auf der Autobahn auf der Gegenfahrbahn abbremsen, um Bilder zu machen.
Appell an die Vernunft
Besonders problematisch seien Situationen, in denen die „Fotoreporter“ versuchen würden, näher an die Einsatzstelle heranzukommen, um bessere Aufnahmen zu machen. „Das führt dazu, dass wir zusätzliche Kräfte abstellen müssen, um die Schaulustigen fernzuhalten, anstatt uns auf unsere eigentliche Aufgabe zu konzentrieren“, so Prünner. Die Feuerwehr appelliert daher, bei Einsätzen Abstand zu halten. „Wir verstehen das Interesse der Menschen, aber Sicherheit hat oberste Priorität“, erklärt Prünner.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.