Rekord bei Neue Heimat

1000 Wohnungen in Bau, sinken nun die Mieten?

Tirol
11.07.2024 20:00

Die Neue Heimat Tirol (NHT) gibt nach einer Delle bei Neubauten nun kräftig Gas, rund 1000 Wohnungen sind derzeit in Bau. Bei den Mietkosten gibt es aber nur verhaltene Hoffnung, dass diese sinken könnten. Wichtige Faktoren sind nicht vorhersehbar.

Mit 271 Wohnungen und einem Gesamtvolumen von 166 Millionen Euro baute die Neue Heimat Tirol (NHT) im Bilanzjahr 2023 deutlich weniger Einheiten als im Jahr zuvor (434). Heuer schlägt das Pendel aber wieder in die Gegenrichtung aus: „Wir haben zahlreiche Projekte vorgezogen, rund 1000 Wohnungen sind in Bau. 2024 peilen wir 711 Übergaben an – ein Rekordjahr“, gab NHT-Geschäftsführer Johannes Tratter bekannt.

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Ein leichter Rückgang ist möglich, aber das ist ein Blick in die Kristallkugel.

NHT-Geschäftsführer Markus Pollo zu den Mietpreisen

Im sonstigen Wohnbau läuft es schleppend
Werden die Mieten allgemein billiger, wenn die Gemeinnützigen Bauträger kräftig Gas geben? „Ein leichter Rückgang ist möglich, aber das ist ein Blick in die Kristallkugel“, räumte der zweite Geschäftsführer Markus Pollo ein.

Ein Problem sei, dass im gewerblichen Sektor der Wohnbau schleppend laufe. Für künftige Miethöhen am ehesten berechenbar seien die (eher gleichbleibenden) Baukosten. Zinsniveau und Energiekosten seien aber unvorhersehbare Faktoren.

Gaspreise sorgten für Entrüstung
Apropos Energie: Der Gaspreis in NHT-Wohnungen explodierte zeitweise von 2,27 Cent/kWh auf 15,73 Cent/kWh. „Das hat einen Sturm der Entrüstung ausgelöst“, räumte Pollo ein. Parallel dazu seien die Baukosten seit 2021 um 35 Prozent gestiegen!

Dank Gegensteuern „nur“ 10,82 Euro/m²
Insgesamt, so betonten die NHT-Geschäftsführer, seien als Gegenmaßnahme rund 26 Millionen Euro aus Eigenmitteln für die Mietzinsdämpfung verwendet worden. Daher habe man die Bruttomiete inklusive Heizen im Schnitt bei 10,82 Euro/m² halten können.

Die NHT erzielte im Vorjahr einen Bilanzgewinn von 24,7 Millionen Euro. Die Grundstücksreserven betragen rund 165 Hektar, dies reicht aber nur für zwei Jahre. „Leistbare Grundstücke sind das Nadelöhr schlechthin“, lautet der Befund.

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