Da der Zünder der "8 Zentimeter Werfergranate" (Bild 2) - ein Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg mit etwa 200 Gramm Sprengstoff - fehlte, bestand keine Explosionsgefahr. Zur Vorsicht wurde die Fundstelle dennoch großräumig abgesperrt, Experten mit Sprengstoffspürhunden durchsuchten das gesamte Gebäude, fanden aber nichts.
Da weder Drohbriefe noch Bekennerschreiben eingelangt seien, rätseln die Ermittler jetzt über das Motiv der Aktion. "Es könnte sich dabei um eine Drohgebärde handeln oder ein Finder hat die Granate vor dem Gericht abgelegt", so Helmut Mayer vom Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung.
Gerichtspräsident Bernd Lutschounig ist überzeugt, dass es keine Zusammenhänge zwischen dem Granaten-Fund und derzeit anhängigen Verfahren gebe. Bei den Ermittlungen setzt das LVT jetzt auf Aufzeichnungen aus der Überwachungskamera - die Auswertung der Bänder läuft.
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