Die Wiener MA 31 veröffentlicht „Spülberichte“ zu Österreich-Spielen während der Fußball-Europameisterschaft. Hier gibt es nämlich ungewöhnliche Ausschläge, etwa in der Halbzeit.
Wer geht wann während eines EM-Krachers mit Österreich auf die Toilette oder holt sich ein Glas Wasser? Keine Ahnung? Falsch! Denn Wiener Wasser hat dies anhand seiner „Spülberichte“ erhoben. „Die Mitarbeiter von Wiener Wasser haben den Wasserverbrauch stets im Blick. Und bei der täglichen Beobachtung ist den Kollegen der abweichende Wasserverbrauch während der Österreich-EM-Spiele aufgefallen“, schildert eine MA 31-Sprecherin (Wiener Wasser) der „Krone“.
Der Spülbericht
Und es wäre zu schade gewesen, diese „Abnormalitäten“ nicht den Hauptstädtern zugänglich zu machen. Daher veröffentlicht die Magistratsabteilung nach jedem Österreich-Spiel der Europameisterschaft auf seinen sozialen Mediakanälen den „Spülbericht“ (siehe Grafik).
Wasserbehälter auf der Schmelz
Dabei zeigt sich: Vor dem Anpfiff und während der Halbzeit gibt es ungewöhnliche Ausschläge nach oben, die es ansonsten zu diesen Uhrzeiten nicht gibt. Für die Berichte wird der Wasserbehälter auf der Schmelz herangezogen, da dieser repräsentativ für ganz Wien ist.
An den meisten Tagen ist der Wasserverbrauch von früh bis abends kontinuierlich. Bei Spielen ist das anders.
Katja Dämmrich, Wiener Wasser
Keine Wasserknappheit
Klar ist: Vor Anpfiff und während der Halbzeitpause wird das Wasser aus den insgesamt 29 Großbehältern in der Stadt im wahrsten Sinne des Wortes gesogen. Aber keine Sorge: Zu einem Wasserengpass wird es auf keinen Fall kommen. Denn die Wasserbehälter haben ein Speichervolumen von 0,9 Millionen Kubikmeter Wasser, zwei weitere Behälter außerhalb der Stadt erhöhen dieses Volumen auf 1,6 Millionen Kubikmeter. Alleine das entspricht dem Wasserverbrauch aller Wiener in vier Tagen.
Hochquellwasser aus den Alpen
Die Stadt wird flächendeckend mit Hochquellwasser aus den steirisch-niederösterreichischen Alpen versorgt, welches über Hochquellenleitungen, Wasserbehälter und das Wiener Rohrnetz den Weg in die einzelnen Haushalte findet. Selbst zu Spitzenzeiten und in heißen Monaten steht immer genügend Trinkwasser von höchster Qualität zur Verfügung. Wie auch während der EM.
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