Die für viele Menschen schönste Zeit des Jahres bringt auch viele Gefahren mit sich. Denn die Hitze wird oft unterschätzt, Autos werden binnen Minuten brütend heiß und zu potenziellen Todesfallen. Aber es gibt einfache Abkühl-Tipps, von denen einer besonders überrascht!
Erst am Donnerstag war wieder ein Kind 15 Minuten lang in einem in der Sommersonne brütenden Auto eingesperrt. Glücklicherweise mit glimpflichen Ausgang: „Das kann ganz schnell sehr gefährlich werden!“, warnt Paul Reinthaler vom Roten Kreuz Linz. „Sogar bei teils geöffneten Fenstern steigen die Temperaturen rasant auf bis zu 70 Grad an, das überlebt weder Mensch noch Tier!“ Überhaupt ist die sommerliche Hitze nicht für jeden Grund zur Freude: Senioren, Kleinkindern und chronisch kranken Menschen machen die hohen Temperaturen besonders zu schaffen.
Schüttelfrost ist Hitzealarm
„Der Mensch verträgt Hitze gut, solange sie ihn nicht überrascht“, weiß der Retter. „Ein Notfall entsteht spätestens dann, wenn dem Körper das Wasser zum Schwitzen, also zur Wärmeregulierung, ausgeht.“ Auch Symptome wie Kopfweh, Übelkeit, hochroter Kopf, erhöhte Körpertemperatur und sogar Schüttelfrost deuten auf Sonnenstich oder Hitzschlag hin. Da hilft nur noch: „Raus aus der Sonne, kühlen und unbedingt viel trinken!“, weiß Reinthaler.
Nicht lange zuwarten
Verbessert sich der Zustand nicht innerhalb von rund zehn Minuten, sollte man den Notruf wählen. Besonders interessant: „Eiskalte Getränke sind nicht optimal, weil der Körper dann weniger Hitze abgibt. Ideal wären lauwarme Getränke!“, überrascht der Experte.
Meist spürt man es erst, wenn es schon fast zu spät ist: Die Wärmeregulation ist bei trockenem Mund und großem Durst bereits stark gefährdet.
Paul Reinthaler, Rotkreuz-Geschäftsstellenleiter für Linz, Linz-Land
Ab in die Kirche
Auch um Problemen mit der sengenden Hitze vorzubeugen, hat der Linzer Bezirksgeschäftsstellenleiter Tipps parat: „Tagesplanung ist essenziell. Zu Mittag keinen Sport treiben, auch die Gartenarbeit besser an den Tagesrand verlegen.“ Ebenso einfach wie effektiv: nachts die Fenster öffnen, tagsüber so gut wie möglich verschließen und verdunkeln. Sollte man in der Stadt dennoch von der Hitze überrascht werden, bieten Kirchen oder gekühlte Geschäfte Abhilfe.
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