Ließ Opfer im Stich
Ex-Polizeichef nach Schulmassaker festgenommen
Während ein Angreifer in einem Klassenzimmer im US-Bundesstaat Texas Volksschüler erschoss, hatten Polizisten mehr als eine Stunde gewartet, bevor sie eingegriffen hatten. 19 Kinder und zwei Lehrerinnen starben. Nun hat die Untätigkeit der Beamten ein gerichtliches Nachspiel: Der damalige Polizeichef, Pete Arredeondo, wurde festgenommen, ein weiterer Ex-Polizist, Adrian Gonzales, wurde angeklagt.
Dem 52-jährigen Pete Arredeondo werde vorgeworfen, bei der Tat im Mai 2022 ein Kind in Gefahr gebracht zu haben, zitierte der Sender NBC News Gefängnisbehörden.
Polizisten unternahmen mehr als Stunde lang nichts
Ein Jugendlicher hatte im Mai 2022 beim schlimmsten Schusswaffenangriff an einer US-Schule seit einem Jahrzehnt in der Robb Elementary School 19 Volksschüler und zwei Lehrer erschossen. Die Polizei in Uvalde steht in der Kritik, seit bekannt wurde, dass mehr als ein Dutzend Beamte über eine Stunde lang vor den Klassenzimmern gewartet hatten, in denen die Schüsse fielen. Die Beamten unternahmen nichts, während Kinder in den Räumen starben. Schließlich erschossen die Polizisten den Schützen.
Ein vernichtender Bericht des US-Justizministeriums vom Jänner sprach in diesem Zusammenhang von „gravierendem Versagen“. An dem Einsatz waren 376 Sicherheitskräfte beteiligt gewesen.
Jeder dritte Erwachsene in den USA besitzt Schusswaffe
Die USA werden immer wieder von Schusswaffenangriffen an Schulen erschüttert. Etwa ein Drittel der Erwachsenen im Land besitzt eine Feuerwaffe, selbst für schlagkräftige Sturmgewehre sind die Vorschriften lax. Umfragen zufolge befürwortete eine Mehrheit der US-Wähler strengere Kontrolle für die Benutzung und den Verkauf von Schusswaffen. Die einflussreiche Waffenlobby stellt sich jedoch gegen zusätzliche Beschränkungen.
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