Raich trainierte stattdessen in Vail und wird die Abfahrt am Freitag vermutlich auslassen, womit sich eine interne Qualifikation für die Abfahrt am Freitag (18.45 Uhr MEZ) erübrigt. Das Abfahrtsderby auf der berühmt-berüchtigten "Raubvogelpiste" ist der spektakuläre Prolog für den Super-G am Samstag (19 Uhr), bei dem sich erstmals auch Marcel Hirscher auf die "Birds of Prey" wagt.
Dem Technik-Spezialisten und Weltcup-Gesamtsieger wird auf dem steilen und anspruchsvollen Gelände aber rundum sehr viel zugetraut. Zudem setzte mit Burkhard Schaffer der eigene Speed-Trainer den Kurs. Am Sonntag geht Hirscher sogar als Vorjahressieger in den Riesentorlauf und hofft, mit seinen zwei Beaver-Starts Aksel Lund Svindal und Ted Ligety in Schach halten zu können.
Svindal war auch im zweiten Training am Start und wiederholte nach Platz 17 seinen Respekt vor Hirscher. "Wenn es wirklich ein Duell mit ihm gibt, hoffe ich dass mein Name dabei ist", sagte der Weltcup-Führende aus Norwegen.
Puchner: "Jedes Training für mich enorm wichtig"
Alle drei Abfahrts-Trainings fahren wird Puchner (Bild). Der Salzburger hat im Sommer viel Zeit verloren, nachdem er sich bei den österreichischen Meisterschaften den Knöchel im rechten Fuß gebrochen hatte und mehrere Monate pausieren musste. "Speziell hier ist deshalb jedes Training für mich enorm wichtig", erklärt Puchner, der vergangenen Sonntag mit Platz drei im Super-G von Lake Louise überrascht hat.
"Dass es schon wieder so gut geht, ist bemerkenswert", freute sich Puchner auch über Platz drei am Mittwoch in Beaver. "Das war eine engagierte Fahrt, ich habe vor allem oben Gas gegeben. Im Steilhang ist noch viel drin", ist der 25-Jährige aus St. Johann im Pongau zuversichtlich.
Indirekt ist sein Vorbild Kröll, der ebenfalls nach einer komplizierten Fußverletzung im Sommer noch weniger trainieren konnte. "Ich war sprachlos wie er in Kanada gleich wieder vorne mitgeblattelt ist. Dass das praktisch einem Leidensgenosse gelungen ist, hilft auch mir."
Wetter und Piste ähnlich perfekt wie Dienstag
Das Wetter und die Piste waren am zweiten Trainingstag ähnlich perfekt wie am Dienstag. Nach dem ersten Trainingslauf hatten sich Fahrer und Coaches begeistert gezeigt. Der Trainer-Vorsitzende Massimo Rinaldi hatte sich beim Team-Captains-Meeting prompt "gewünscht", dass in Zukunft alle Rennen und Trainings unter ähnlich perfekten Bedingungen wie jenes am Dienstag in Beaver Creek stattfinden mögen. "Das würde den gesamten Skisport auf einen höheren Level bringen", lobte Rinaldi.
Die anhaltend guten Bedingungen nützte am Mittwoch auch Hannes Reichelt, um seine Abstimmungsprobleme in den Griff zu bekommen. "Das war schon besser", sagte der Salzburger nach Platz sechs. "Ganong hat heute den Lauf erwischt, den Kröll gestern hatte. Alles perfekt, auch die Steilhang-Ausfahrt", war Reichelt überzeugt. Er selbst hatte diese entscheidende Passage allerdings wieder verpatzt. "Wer dort das Tempo ins Flache mitnimmt, wird das Rennen gewinnen."
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.