Um 220 Mio. € erneuert die Austrian Power Grid (APG) bis 2031 die Strecke von Lienz nach Italien. Aufatmen heißt es hingegen bei Anrainern. Nach einem tonnenschweren Transformator ist es der nächste große Umbau rund um das Umspannwerk Lienz.
Bereits vor rund 70 Jahren wurde die 220-kV-Leitung der APG zwischen dem Umspannwerk Lienz und der italienischen Grenze in Betrieb genommen. Vor rund drei Jahren ging zusätzlich ein 816 Tonnen schwerer Transformator in Betrieb. Dass die Pläne in Osttirol noch nicht abgeschlossen sind, zeigt ein neues Megaprojekt, das nun präsentiert wurde. Beginnende von 2027 bis 2031 soll die 34,9 Kilometer lange Leitung zwischen Lienz und der italienischen Grenze – auch Südverbindung genannt – erneuert werden.
Konkret wird in Tristach, Amlach, Leisach, Ober- und Untertilliach von Siedlungsgebieten abgerückt und so eine Verbesserung herbeigeführt.
Austrian Power Grid (APG)
Dafür sind neben den Leitungen auch Optimierungen an den bestehenden Trassen geplant. Die neuen Masten werden rund 15 Meter höher, dafür schlanker. Auch der Abstand zu Anrainern, Entwicklungsgebieten sowie möglichen Naturgefahren wird korrigiert. „Konkret wird in Tristach, Amlach, Leisach, Ober- und Untertilliach von Siedlungsgebieten abgerückt und so eine Verbesserung herbeigeführt“, teilt die APG mit.
Enorme Kosten fördern europäisches Interesse
Damit diese Änderungen umgesetzt werden können, plant man mit Investitionen in Höhe von 220 Mio. Euro. Einen hohen Stellenwert hat die Verbindung für die APG deshalb, da sie eine von rund 100 europäischen Infrastruktur-Projekten der Europäischen Kommission ist und damit für die EU-Klimaziele und die Versorgungssicherheit von Bedeutung ist.
Nach den exakten Planungen wird in den kommenden Wochen eine Umweltverträglichkeitserklärung eingerichtet.
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