Alles selbst gebaut

HTL-Schüler wollen mit Satellit hoch hinaus

Oberösterreich
15.06.2024 12:05

Hoch hinaus, bis in die Stratosphäre soll LeoSat steigen. Der Satellit, der von vier Schülern der HTL Leonding im Rahmen einer Diplomarbeit entwickelt und gebaut wurde, soll bei seinem Höhenflug Daten und Fotos übermitteln. Wenn alle zuständigen Stellen grünes Licht geben, soll der Start am Dienstag erfolgen.


Nur rund 1000 Kubikzentimeter groß und 717 Gramm leicht ist der gefräste Alu-Würfel. Er beinhaltet allerlei High Tech: Zehn Messinstrumente für verschiedenste Datenmessungen, dazu mehrere GPS-Sender, die das Auffinden erleichtern sollen. Alle der Instrumente sind selbst gebaut, nur die selbst entwickelten Platinen wurden in China gefertigt.

Gewaltiger Aufwand
Statt der für eine Diplomarbeit verlangten 180 Arbeitsstunden pro Kopf hatten die vier Schüler, die von drei Betreuungsprofessoren betreut und von drei Sponsoren aus der Privatwirtschaft finanziert worden waren, bei 1000 Stunden zu zählen aufgehört. Über 16 Monate und zwei Schuljahre zog sich die Entwicklung hin, die am Dienstag schließlich im mehrstündigen Flug des Satelliten gipfeln soll. 

von links: Jakob Schaumberger, Frederick Wögerbauer, Betreuungsprofessor Matthias Kurz und Laurin Lintner zeigen das kaum zwei Kilo schwere Styropor-Gehäuse des Satelliten samt Fallschirm.  (Bild: Horst Einöder/Flashpictures)
von links: Jakob Schaumberger, Frederick Wögerbauer, Betreuungsprofessor Matthias Kurz und Laurin Lintner zeigen das kaum zwei Kilo schwere Styropor-Gehäuse des Satelliten samt Fallschirm. 
von links: Betreuungsprofessoren Michael Wagner und Andreas Gallistl mit dem Satellitenherzstück (Bild: Einöder Horst)
von links: Betreuungsprofessoren Michael Wagner und Andreas Gallistl mit dem Satellitenherzstück
Der Satellit ist eine reine Selbstentwicklung des Teams. Auch gebaut wurde alles von den Schülern, nur die Platinen wurden in China gefertigt. (Bild: Einöder Horst)
Der Satellit ist eine reine Selbstentwicklung des Teams. Auch gebaut wurde alles von den Schülern, nur die Platinen wurden in China gefertigt.

Praxiserfahrung gesammelt
Doch wofür all dieser Aufwand? „Ab dem Moment, wo uns in der dritten Klasse diese Idee vorgeschlagen wurde, haben wir dafür gebrannt“, schildert Frederick Wögerbauer. Die Aussicht auf den Start, das große Ziel, habe die vier Jungs, die sich zuvor zwar kannten, aber nie zusammengearbeitet hatten, zusammengeschweißt, pflichtet Jakob Schaumberger bei. Jeder hatte einen spezifischen Aufgabenbereich, aber: „Uns aufeinander abzustimmen und einig zu werden, um das zustande zu bringen, war sicher einer der schwierigsten Punkte!“, so Wögerbauer. 

Start am Dienstag
Wenn Austro Control, der Linzer Flughafen und das Bundesheer grünes Licht geben, soll der Satellit am Dienstagmorgen seinen Höhenflug antreten. Mit einem Wetterballon soll er bis in eine Höhe von rund 36 Kilometern aufsteigen, und dabei neben Fotos und Videos auch zahlreiche andere Daten wie Luftfeuchtigkeit und Geschwindigkeit messen. In der Zielhöhe soll der Ballon platzen, und die Sonde an einem Fallschirm wieder sanft herabsegeln. Aktuellen Windprognosen zufolge wird sie im Bezirk Freistadt landen, mehrere GPS-Sender sollen ein leichtes Wiederfinden sicherstellen. Wir wünschen einen guten Flug!

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