Langstreckenwaffen

USA gegen Angriffe auf das Innere Russlands

Ausland
13.06.2024 22:39
Porträt von krone.at
Von krone.at

US-Präsident Joe Biden stellt sich weiterhin gegen eine Stationierung von Langstreckenwaffen in der Ukraine. Die USA würden die Ukraine nicht dabei unterstützen, Waffen mit größerer Reichweite einzusetzen, um das Innere Russlands anzugreifen.

„Es ergibt sehr viel Sinn, dass die Ukraine in der Lage ist, das, was über die Grenze kommt, auszuschalten oder zu bekämpfen. Was die Langstreckenwaffen betrifft, so haben wir unsere Position nicht geändert“, betonte Biden bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Selenskyj am Rande des G7-Gipfels. Er hatte Kiew kürzlich erlaubt, begrenzte Angriffe mit geringerer Reichweite jenseits der russischen Grenze auszuführen.

Das auf dem Gipfel unterzeichnete Sicherheitsabkommen zwischen den USA und der Ukraine bezeichnete Selenskyj als wichtige Etappe zu einer NATO-Mitgliedschaft seines Landes. In dem Abkommen werde „festgehalten, dass die USA die zukünftige Mitgliedschaft der Ukraine in der NATO unterstützt und anerkennt, dass unser Sicherheitsabkommen eine Brücke zur NATO-Mitgliedschaft der Ukraine ist“.

US-Präsident Joe Biden
US-Präsident Joe Biden(Bild: APA/AFP/Filippo MONTEFORTE)

Darüber hinaus sagte in einem Telefonat Chinas Staatschef Xi Jinping dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu, keine Waffen an Russland zu verkaufen. „Er hat mir sein Wort gegeben“, erklärte Selenskyj.

„Ich habe mit dem chinesischen Staatschef telefoniert. Er sagte, dass er keine Waffen an Russland verkaufen wird. Wir werden sehen“, schilderte der ukrainische Präsident.

Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Joe Biden
Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Joe Biden(Bild: APA/AFP/Mandel NGAN)

Bilaterales Sicherheitsabkommen zwischen Ukraine und USA
Die USA und die Ukraine hatten auf dem Gipfel kurz zuvor ein bilaterales Sicherheitsabkommen über zehn Jahre unterzeichnet. Das Abkommen verpflichtet Washington zur Ausbildung der ukrainischen Armee, zur Lieferung von Verteidigungsausrüstung, zu gemeinsamen Übungen und einer Zusammenarbeit in der Verteidigungsindustrie – jedoch nicht zu einer Entsendung von US-Streitkräften. Kiew hatte zuvor bereits bilaterale Abkommen unter anderem mit Deutschland, Frankreich, Spanien und Großbritannien geschlossen.

Zusagen zum Einsatz amerikanischer Streitkräfte zur Verteidigung der Ukraine enthält das Abkommen erwartungsgemäß nicht. Biden hat dies stets kategorisch ausgeschlossen – trotz aktueller Appelle des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, Militärausbilder dorthin zu senden. Vielmehr geht es der US-Regierung nach eigenen Angaben darum, die Ukraine weiterhin in die Lage zu versetzen, sich selbst zu verteidigen. Die Vereinbarung macht auch keine Zusagen zur Lieferung bestimmter Waffensysteme. Die US-Regierung wertete das Abkommen mit Kiew als Botschaft an Moskau: dass sie sich zur anhaltenden und längerfristigen Unterstützung der Ukraine bekenne.

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