Politik wacht auf

„In den Klassen gelten unsere Regeln und Gesetze“

Österreich
07.06.2024 18:07

Nach den „Krone“-Enthüllungsberichten über einen Kniefall vor dem Islam an Schulen wacht auch die Politik auf. Aus dem Bildungs- und Integrationsministerium heißt es: „Österreich ist ein Land mit christlicher Tradition. Das ist falsch verstandene Toleranz!“ In den Klassenzimmern gelten unsere Gesetze.

Wie berichtet, sorgten zwei Enthüllungsartikel für Empörung im Land. In einer Wiener Schule wurde Kindern von einer Lehrerin „aus Rücksicht auf muslimische Mitschüler“ das Lesen aus der Bibel verboten, in Linz eine Mathe-Schularbeit wegen Ramadan abgesagt.

Kein Verständnis dafür zeigt Bildungsminister Martin Polaschek und fordert gegenüber der „Krone“ Haltung: „Österreich ist ein Land mit christlicher Prägung. Jedem Schüler und jedem Lehrer muss daher klar sein, dass in unseren Klassenzimmern unsere Regeln und Gesetze gelten!“

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Unsere Kultur zu respektieren und verstehen zu lernen ist daher keine Bitte, sondern eine Verpflichtung für alle jene, die in unserem Land leben wollen und eine Schule besuchen.

Bildungsminister Martin Polaschek zog sich mit seiner Entscheidung den Zorn der Vorarlberger Bildungssprecher zu. (Bild: Tomschi Peter)

Bildungsminister Martin Polaschek

Man dürfe sich nicht aus falsch verstandener Toleranz verbiegen lassen. In den heimischen Schulen müsse vor allem auch die Vermittlung der österreichischen Kultur und unserer westlichen Werte im Mittelpunkt stehen.

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Es kann nicht sein, dass Schularbeiten wegen des Ramadan verschoben werden oder das Vorlesen aus der Bibel untersagt wird. Das ist falsch verstandene Toleranz.

(Bild: APA/Eva Manhart)

Integrationsministerin Susanne Raab

Klare Kante auch im Integrationsministerium. „Das ist falsch verstandene Toleranz, die zu Recht für viele Familien unverständlich ist. Wir wollen, dass unsere christlichen Traditionen in unserem Land gelebt werden können.“

Bildungsdirektionen sollen jedem Fall nachgehen
Als erste Konsequenz sind die Bildungsdirektionen in den Ländern angehalten, „jeden Einzelfall, der ein Fall zu viel ist“, zu prüfen – und dann aber auch zu handeln. Das ist wohl ein Gebot der Stunde, denn die Zeit drängt.

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