Mo, 25. Juni 2018

Gefährlicher Einsatz

30.10.2012 10:49

Stmk: Mit Säure beladener Lkw stürzt in Graben

Ein mit ätzenden Lösungen beladener Gefahrguttransporter ist Dienstag früh in der Obersteiermark in einen Straßengraben gestürzt und hat damit ein Großaufgebot an Einsatzkräften auf den Plan gerufen. Da zunächst nicht klar war, ob gefährliche Stoffe aus ihren Behältnissen entwichen waren, sperrten Feuerwehr und Polizei die Unfallstelle im Umkreis von rund 300 Meter ab - Spezialisten konnten aber schließlich Entwarnung geben. Der verletzte Lenker wurde nach Schladming ins Spital gebracht.

Das Schwerfahrzeug war kurz vor 4 Uhr bei der Ortschaft Pichl aus unbekannter Ursache in den Graben der Ennstalbundesstraße gestürzt und beschädigte dabei die dortige Gleisanlage der ÖBB. Der Fahrer wurde bei dem Unfall verletzt, konnte jedoch selbst aus dem Führerhaus klettern und die Einsatzkräfte alarmieren. Er wurde vom Roten Kreuz ins Diakonissenkrankenhaus Schladming eingeliefert.

Was erst wie ein gewöhnlicher Unfall aussah, entpuppte sich allerdings beim Blick in die Frachtpapiere als gefährlicher Einsatz. Da der auf der Seite liegende Transporter außen keine Gefahrgutkennzeichnung hatte, zeigte sich erst in den Unterlagen, dass der Lkw 80 Liter Wasserstoffperoxid, 30 Liter Phosphorsäurelösung und 60 Liter ätzende alkalische Lösung geladen hatte.

Unfallstelle im Umkreis von 300 Metern abgesperrt
Sofort richteten die Feuerwehren einen Sicherheitsbereich von 300 Metern rund um das Fahrzeug ein - in den Sperrbereich fielen dabei auch die Ennstalbundesstraße und die Bahnstrecke zwischen Schladming und Radstadt. Danach alarmierten die Einsatzkräfte den Gefährliche-Stoffe-Stützpunkt in Liezen.

Nachdem Spezialisten den Lkw und seine gefährliche Fracht untersucht hatten, konnten die Helfer jedoch aufatmen: Alle Behältnisse waren dicht. Nach der Bergung der Gebinde konnte die Sperre nach rund einer Stunde wieder aufgehoben werden. In den Morgenstunden war allerdings noch einmal eine Totalsperre der Bundesstraße notwendig, um die Zugmaschine und den Sattelaufleger zu bergen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.