Nach Marathon

Metaller einigen sich auf bis zu 3,4 Prozent mehr Lohn

Wirtschaft
19.10.2012 10:44
Die vierte Runde der Kollektivvertragsverhandlungen für die Maschinen- und Metallindustrie hat sich als wahrer Marathon erwiesen, doch nach mehr als 17 Stunden hinter verschlossenen Türen haben sich die Verhandler am Freitagvormittag auf eine Anhebung der Ist-Löhne um 3,0 bis 3,3 Prozent geeinigt. Die Mindestlöhne steigen um bis zu 3,4 Prozent.

Arbeitgeber wie Arbeitnehmer sprachen nach dem 17-stündigen Verhandlungsmarathon von einem guten Kompromiss für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und die Stärkung der Kaufkraft der Beschäftigten. Der Abschluss sei "hart, aber fair", meinte Pro-Ge-Chefverhandler Rainer Wimmer (Bild rechts).

Veit Schmid-Schmidsfelden (Bild links) vom Verhandlungsteam der Arbeitgeber sprach wiederum von einem Abschluss, der die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe erhalte. Dass der Fachverband der Maschinen- und Metallwarenindustrie (FMMI) heuer erstmals alleine verhandelt hat und nicht gemeinsam mit den anderen fünf Fachverbänden der Metallindustrie, habe sich jedenfalls ausgezahlt, da man auf die speziellen Bedürfnisse des FMMI besser eingehen haben könne, so Schmid-Schmidsfelden.

"Gutes Gepsrächsklima"
Die Belegschaftsvertreter Wimmer und Karl Proyer hatten bereits am Donnerstagabend das Gesprächsklima gelobt. Der von beiden Seiten angepeilte Abschluss gelang in der Nacht dann allerdings nicht mehr. Erst am späten Freitagvormittag stieg endgültig weißer Rauch auf.

Zu Beginn der Gespräche war das Angebot der Industrie bei 2,26 bis 2,8 Prozent gelegen (je nachdem, wie umfangreich die Änderungen bei der Arbeitszeit ausfallen würden), die Forderung der Gewerkschaften lag bei fünf Prozent. Die aktuelle Inflationsrate beträgt 2,7 Prozent. Im Vorjahr wurde bei einer Teuerungsrate von 2,8 Prozent bei im Schnitt 4,2 Prozent Lohnzuwachs abgeschlossen.

Thema Arbeitszeit vorerst auf Eis gelegt
Das Thema Arbeitszeit sei laut Verhandlungsteilnehmern zuletzt in den Hintergrund gerückt. Nun soll sich eine Expertengruppe um diese ebenfalls heiße Materie kümmern. Anpassungen werden hier vor allem vonseiten der Arbeitgebervertreter forciert. Vor zwei Jahren scheiterten die letzten Versuche in diese Richtung.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Wirtschaft
19.10.2012 10:44
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung