So, 23. September 2018

Nach Marathon

19.10.2012 10:44

Metaller einigen sich auf bis zu 3,4 Prozent mehr Lohn

Die vierte Runde der Kollektivvertragsverhandlungen für die Maschinen- und Metallindustrie hat sich als wahrer Marathon erwiesen, doch nach mehr als 17 Stunden hinter verschlossenen Türen haben sich die Verhandler am Freitagvormittag auf eine Anhebung der Ist-Löhne um 3,0 bis 3,3 Prozent geeinigt. Die Mindestlöhne steigen um bis zu 3,4 Prozent.

Arbeitgeber wie Arbeitnehmer sprachen nach dem 17-stündigen Verhandlungsmarathon von einem guten Kompromiss für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und die Stärkung der Kaufkraft der Beschäftigten. Der Abschluss sei "hart, aber fair", meinte Pro-Ge-Chefverhandler Rainer Wimmer (Bild rechts).

Veit Schmid-Schmidsfelden (Bild links) vom Verhandlungsteam der Arbeitgeber sprach wiederum von einem Abschluss, der die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe erhalte. Dass der Fachverband der Maschinen- und Metallwarenindustrie (FMMI) heuer erstmals alleine verhandelt hat und nicht gemeinsam mit den anderen fünf Fachverbänden der Metallindustrie, habe sich jedenfalls ausgezahlt, da man auf die speziellen Bedürfnisse des FMMI besser eingehen haben könne, so Schmid-Schmidsfelden.

"Gutes Gepsrächsklima"
Die Belegschaftsvertreter Wimmer und Karl Proyer hatten bereits am Donnerstagabend das Gesprächsklima gelobt. Der von beiden Seiten angepeilte Abschluss gelang in der Nacht dann allerdings nicht mehr. Erst am späten Freitagvormittag stieg endgültig weißer Rauch auf.

Zu Beginn der Gespräche war das Angebot der Industrie bei 2,26 bis 2,8 Prozent gelegen (je nachdem, wie umfangreich die Änderungen bei der Arbeitszeit ausfallen würden), die Forderung der Gewerkschaften lag bei fünf Prozent. Die aktuelle Inflationsrate beträgt 2,7 Prozent. Im Vorjahr wurde bei einer Teuerungsrate von 2,8 Prozent bei im Schnitt 4,2 Prozent Lohnzuwachs abgeschlossen.

Thema Arbeitszeit vorerst auf Eis gelegt
Das Thema Arbeitszeit sei laut Verhandlungsteilnehmern zuletzt in den Hintergrund gerückt. Nun soll sich eine Expertengruppe um diese ebenfalls heiße Materie kümmern. Anpassungen werden hier vor allem vonseiten der Arbeitgebervertreter forciert. Vor zwei Jahren scheiterten die letzten Versuche in diese Richtung.

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