Asarenka, die in ihren vier Matches auf dem Weg ins Finale des mit 220.000 Dollar dotierten Turniers nur zehn Games abgegeben hatte, setzte ihren unwiderstehlichen Lauf nach dem Titel in Peking auch in Linz weiter fort und holte ohne Satzverlust ihren bereits sechsten Titel in diesem Jahr nach Sydney, Melbourne, Doha, Indian Wells und Peking.
Perfektionistin Asarenka war am Ende aber gar nicht so zufrieden, wie sie sein könnte: Denn sie führte bereits klar mit 6:3, 5:0, ehe sich Görges mit ausgezeichneten Schlägen zurückkämpfte. "Ich habe da meine Konzentration verloren und Julia ist sehr stark zurückgekommen. Ich habe sie ein bisschen stark gemacht", meinte die Weißrussin selbstkritisch.
Finalgegnerin Görges durfte sich nach ihrem ersten Endspiel in Linz mit 19.000 US-Dollar (14.600 Euro) trösten. Die Deutsche war letztlich vor allem dank ihres Aufbäumens im Finish zufrieden. "Es war ein sehr gutes Match. Sie hat einfach zu konzentriert durchgespielt. Aber es freut mich, dass es mir fast gelungen wäre, das Match zu drehen", sagte Görges.
Asarenka, die auch noch den fast schon traditionellen kleinen Tanz auf dem Center Court hinlegte, bedankte sich herzlich und meinte zum Publikum: "Ich hoffe, wir sehen uns im nächsten Jahr." Davon träumt wohl auch die Turnierleitung um Sandra Reichel, der mit der Verpflichtung der aktuell weltbesten Spielerin ein echter Coup gelungen ist. Asarenka hat jedenfalls gehalten, was man sich von ihr versprochen hat.
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