Mi, 23. Jänner 2019

Präsident atmet auf

05.10.2012 17:15

US-Arbeitslosigkeit sinkt auf Tiefststand in Obama-Amtszeit

Die Arbeitslosenquote in den USA ist auf den niedrigsten Stand seit dem Amtsantritt von Präsident Barack Obama gesunken. Wie das US-Arbeitsministerium am Freitag mitteilte, lag die Quote im September bei 7,8 Prozent - so niedrig wie seit Jänner 2009, als Obama sein Amt angetreten hatte, nicht mehr. Die Zahl ist eine gute Nachricht für den amtierenden Präsidenten im Kampf um seine Wiederwahl am 6. November. Doch auch sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney weiß die Daten als Wahlkampfmunition zu verwerten.

Im August hatte die Arbeitslosenquote noch bei 8,1 Prozent gelegen. Der deutliche Rückgang um 0,3 Prozentpunkte erklärt sich durch eine Bereinigung der Arbeitslosenzahlen von Juli und August. In beiden Monaten entstanden nach neuen Schätzungen des Arbeitsministeriums mehr Jobs, als bisher in den Statistiken auftauchten. Vor allem im öffentlichen Sektor wurden demnach im Sommer mehr Stellen aufgebaut als zuvor bekannt.

Im September schuf die US-Wirtschaft den Angaben zufolge nur 114.000 neue Jobs - ein Minus von 20 Prozent im Vergleich zu den bereinigten August-Daten (142.000). Die Zahl lag unter den Erwartungen der Experten, die mit einem Anstieg der Beschäftigten um 120.000 gerechnet hatten. Im Durchschnitt wurden in den USA seit Jahresbeginn jeden Monat 146.000 Stellen aufgebaut, erklärte das Ministerium. Im Jahr 2011 seien 153.000 neue Jobs pro Monat entstanden.

12,1 Millionen Arbeitslose im September
Insgesamt waren in den USA im September offiziell 12,1 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Dazu kommen aber noch einmal mehr als sechs Millionen Menschen, die sich aus dem Arbeitsmarkt verabschiedet haben und nicht mehr aktiv nach einer neuen Stelle suchen.

Die hohe Arbeitslosigkeit ist ein Hauptthema im Präsidentschaftswahlkampf in den USA. Obamas republikanischer Herausforderer Romney wirft dem Präsidenten vor, mit seiner Politik für die schwache Erholung nach der schweren Wirtschafts- und Finanzkrise verantwortlich zu sein. Mit den neuen Zahlen kann der Präsident das Argument der Gegenseite entkräften, die Arbeitslosenquote in seiner Amtszeit nicht unter acht Prozent senken zu können.

Romney: Keine "echte Erholung"
Romney erklärte aber umgehend, der jüngste Arbeitsmarktbericht stehe nicht für eine "echte Erholung". Seit Obamas Amtsantritt seien in den USA mehr als 600.000 Stellen in der verarbeitenden Industrie verlorengegangen, kritisierte der Republikaner. "Wir haben weniger Jobs im September geschaffen als im August und weniger Jobs im August als im Juli."

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