Kann Architektur einen positiven Einfluss auf die Genesung von Patienten haben? „Ja“, sagen die Tirol Kliniken und verweisen auf einen neuen Zubau der Neurologie im Krankenhaus Hochzirl.
Am Montag wurde die neue Station eröffnet. Sie umfasst acht Betten für neurologisch schwer beeinträchtigte Patienten nach einem Schlaganfall oder einem Schädel-Hirn-Trauma. Die Betroffenen sind in dieser Phase nicht mobil und durchleben zum Teil große Ängste. Das wurde bei der Gestaltung der Zimmer berücksichtigt.
Patienten können Helfer immer sehen
Alle Zimmer sind so ausgerichtet, dass die Patienten immer die Natur vor dem Fenster ganz nah vor Augen haben und gleichzeitig Blickkontakt zum Stationsstützpunkt halten können. So wissen sie das Behandlungsteam stets in der Nähe. Das sorgt für Entspannung und Abbau von Ängsten.
„Es gibt Studien, die belegen, dass dank derartiger Konzepte sogar die Medikation verringert werden kann, was natürlich für die Betroffenen ein Vorteil ist“, erklärt die Leiterin der Neurologie in Hochzirl, Elke Pucks-Faes. Die neue Station wurde darüber hinaus mit modernsten Therapieflächen und Überwachungseinheiten ausgestattet.
Bessere Innenausstattung durch digitalen Zwilling
13 Monate dauerte die Errichtung des Zubaus. Es war das erste Bauprojekt der Tirol Kliniken, für das ein digitaler 3D-Zwilling erstellt wurde. Damit können Innenausstattung und Stationsabläufe optimiert werden.
Optimiert wurde auch der Energiebedarf. „Dieser Zubau ergänzt das Engagement des ganzen Teams und ist Beweis dafür, dass ökologisches Bauen auch im Krankenhausbereich möglich ist“, schwärmte Gesundheits-Landesrätin Cornelia Hagele (ÖVP) bei der Eröffnung.
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