Als Beispiel für den "Spaß", den er mit Balotelli hatte, erzählte Mourinho im Gespräch mit CNN von einem Champions-League-Spiel in der Saison 2009/10. Ende September stand das Match gegen Rubin Kasan auf dem Programm. Inter war allerdings mit Sorgen nach Russland gereist: "Alle meine Stürmer waren verletzt, ich hatte keinen Milito und keinen Eto’o. Mario war der einzige Stürmer, den ich noch hatte."
"Mach nichts! Bitte, Mario!"
Nachdem dieser einzige Stürmer in Hälfte eins eine Gelbe Karte gesehen hatte, nahm sich der Portugiese seinen Rohdiamanten aus Sorge vor einem Ausschluss zur Brust. 14 von 15 Minuten der Pause redete er auf Balotelli ein. "Mario, ich kann dich nicht auswechseln. Ich habe keinen Stürmer mehr auf der Bank sitzen. Berühr' niemanden, spiel' nur den Ball. Und wenn wir den Ball verlieren, mach nichts! Wenn dich jemand provoziert, mach nichts! Wenn der Schiedsrichter einen Fehler macht, mach nichts! Bitte, Mario!" Was folgte, war laut Mourinho die Rote Karte in Minute 46.
Freilich: Sein Gedächtnis trügt "The Special One" zumindest ein wenig. Denn auch wenn Balotelli in diesem Spiel tatsächlich mit Rot vom Platz flog, erstens geschah das erst in Minute 60, und zweitens hatte Mourinho mit Eto’o noch immer einen gelernten Stürmer zur Verfügung. Um zu glauben, dass die Episode in der Kabine tatsächlich so ablief, braucht man allerdings nicht viel Fantasie.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.