"Ich will lernen"

Sadio Mane: So tickt Red Bull Salzburgs Mann der Stunde

Sport
04.10.2012 15:20
Salzburgs Mann der Stunde heißt Sadio Mane. Der Senegalese avancierte beim 3:2 gegen Sturm Graz am vergangenen Wochenende zum Matchwinner. Gegen den SV Mattersburg will der 20-Jährige am Samstag in der elften Runde der tipp3-Bundesliga im Pappelstadion wieder mit seinen Teamkollegen jubeln. Dabei steht Mane sinnbildlich für die neue junge Welle der Mozartstädter.

"Ich fühle mich hier sehr wohl, auch wenn ich sprachlich nicht alles verstehe. Schade, dass es die Chance Champions League nicht mehr gibt, jetzt wollen wir dafür wieder die Meisterschaft und den Cup holen", sagte Mane am Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz. Sich in den Vordergrund stellen, ist dem laut eigener Einschätzung schüchternen Offensivspieler dabei fremd.

"Ich bin hier, um zu helfen, und ich will lernen. Der Trainer hat mir das Vertrauen gegeben und ich hoffe, mich deshalb weiterzuentwickeln", sagte der um kolportierte vier Millionen Euro vom FC Metz geholte Senegalese. Ein besonderes Vorbild habe er keines. "Wenn es jemanden gibt, dann vielleicht Eden Hazard." Der Belgier wechselte im Sommer um 40 Millionen Euro von Lille zu Chelsea.

"Ein positiver Mensch"
Auf dem Weg in eine große europäische Liga soll Salzburg für Mane ebenfalls Sprungbrett sein. An seiner Einstellung mangle es laut Trainer Roger Schmidt nicht: "Er ist nicht nur ein hervorragender Fußballer, sondern auch ein positiver Mensch. Er versprüht sehr viel Freude am Fußball."

Mane sei aufgrund seines Alters nicht nur entwicklungsfähig, sondern auch flexibel einsetzbar, meinte der Deutsche. Dies treffe auch auf Spieler wie Kevin Kampl oder Valon Berisha zu. "Das ist gut für uns, weil es uns nicht ausrechenbar macht", urteilte Schmidt.

Schiemer und Leitgeb wieder fit
Vor der Reise nach Mattersburg kehrte mit Franz Schiemer und Christoph Leitgeb ein zuletzt erkranktes Duo ins Training zurück. Auch Stefan Maierhofer dürfte seine Prellung am Hüftbeuger rechtzeitig auskuriert haben. Noch kein Thema sind die Neuzugänge Rodnei und Edomwonyi, die laut Schmidt erst nach der Länderspielpause "bereit sind". Der verletzte Kapitän Mendes soll kommende Woche ins Mannschaftstraining einsteigen.

Mittelfeldmann Kampl soll für das Spiel im Burgenland verfügbar sein. Der Slowene weilte aufgrund eines Todesfalls in der Familie seit Montag in seiner Heimat.

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