Mi, 17. Oktober 2018

Kunstaktion in NY

03.10.2012 18:13

David Blaine will drei Tage unter Strom aushalten

Der umstrittene US-Aktionskünstler David Blaine sorgt wieder einmal für Aufsehen: Für seine neueste Aktion "Electrified" will sich der 39-Jährige drei Tage lang am New Yorker Hafen mit einer Million Volt umgeben und sich unter Strom setzen lassen.

Ab Freitag wird Blaine 72 Stunden lang am Pier 54 des New Yorker Hafens umgeben von mehreren Hochspannungserzeugern auf einer rund sechs Meter hohen Säule stehen und sich "elektrisieren" lassen, berichteten US-Medien am Mittwoch. Zuschauer des Spektakels können dem durch einen speziellen Anzug geschützten Künstler Stromschläge verpassen. Gigantische Blitze zucken dann von den Stromerzeugern zu den Händen und Füßen des 39-Jährigen und werden durch den rund 13 Kilogramm schweren Schutzanzug abgeleitet.

"Keine Ahnung, was die Aktion mit mir macht"
"Es fühlt sich an, als wäre dein ganzer Körper von statischer Elektrizität umgeben - jener, die das Haar hochstehen lässt", sagte Blaine der "New York Times". "Es tut nicht weh, aber es ist komisch. Ich habe keine Ahnung, was eine 72 Stunden lange Aussetzung an diese elektromagnetischen Kräfte mit den Elektronen in meinen Zellen und den Neutronen in meinem Gehirn machen wird."

Da sich noch niemals ein Mensch solch einer andauernden "Hochspannung" ausgesetzt hat, wird ein Team von Medizinern und Wissenschaftlern die ganze Zeit über den Zustand des Künstlers wachen.

Tribut an weltbekannten Physiker Nikola Tesla
Warum sich der Künstler dieser Belastung aussetzt, ist einfach begründet: Es sei schon immer sein Wunsch gewesen, seine körperlichen Grenzen zu testen - und zugleich wolle er dem weltbekannten Physiker und Erfinder Nikola Tesla Tribut zollen, meinte Blaine gegenüber der "New York Times".

Der gebürtige New Yorker David Blaine hatte schon mehrmals mit umstrittenen Aktionen für Aufsehen gesorgt. Die kontroverseste war wohl jene im Jahr 2003, als er sich 44 Tage lang ohne Essen über dem Ufer der Themse in London in einer gläsernen Zelle aufhängen ließ. Anschließend musste er wegen Unterernährung ins Krankenhaus gebracht werden.

Begraben, eingefroren, kopfüber an Seil hängend...
1999 ließ sich Blaine für sieben Tage in Manhattan lebendig begraben, ein Jahr später hielt er es mehr als 60 Stunden lang eingefroren in einem Eisblock aus. 2008 wiederum hing er 60 Stunden lang kopfüber an einem Seil in 14 Metern Höhe in New Yorks Central Park (siehe auch Video in der Infobox).

Die nun geplante Aktion "Electrified" kann übrigens live im Internet mitverfolgt werden.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.