Die Freiheitliche orten Postenschacher und Sprechverbote. Bei der Bildungseinrichtung weist man die Vorwürfe klar zurück.
Scharfe Kritik üben die Freiheitlichen an der Joseph Haydn Privathochschule (JHP) Eisenstadt. Landesgeschäftsführer Rudolf Smolej spricht von „untragbaren Zuständen“ in der Bildungseinrichtung. So hätten seit der Bestellung von Gerhard Krammer zum Rektor mehrere Lehrende die Institution verlassen. Bei deren Ersatz spiele offenbar das Parteibuch eine Rolle. Auch die Bestellung Krammers sieht FPÖ-Chef Alexander Petschnig als Postenschacher: „Um den Ruf dieser Bildungseinrichtung zu garantieren, sollen unabhängige Experten an die Spitze.“
Stasi-Vergleich
Ein weiterer FPÖ-Kritikpunkt steht im Zusammenhang mit Vorwürfen gegen einen Lehrenden, der – wie berichtet – dienstfrei gestellt wurde. Studierenden seien angehalten worden, nicht über die Causa zu sprechen, sagt Smolej, der Vergleiche zur DDR-Stasi zieht.
Objektives Auswahlverfahren
Bei der JHP betont man, dass das Auswahlverfahren für die Rektor-Bestellung Monate gedauert habe – inklusive internationaler Ausschreibung, mehrerer Hearings und der Einbeziehung weisungsfreier Fachleute. Krammer sei als Erstgereihter hervorgegangen. Auch bei frei werdenden Arbeitsplätzen würden von einer objektiven Kommission die bestqualifizierten Bewerber ausgewählt.
Ermittlungen laufen
Hinsichtlich der Dienstfreistellung wird auf die laufenden internen Ermittlungen des Landes verwiesen. Den betroffenen Studenten sei externe psychologische Betreuung angeboten worden. „In einer internen, vertraulichen Informationsmail an Studierende wurde darauf hingewiesen, dass die Rechte von Betroffenen, unter dem Aspekt des Opferschutzes – in allen Richtungen – zu wahren sind“, heißt es.
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