Die Schneeschmelze macht Gebirgsflüsse wie die Lammer für Kajakfahrer besonders attraktiv. Einem 36-jährigen Tschechen wurde der Tennengauer Fluss am Samstagabend zum Verhängnis. Als Teil einer fünfköpfigen Gruppe fuhr er zweimal mit dem Kajak durch die Lammeröfen.
Bei der dritten Durchfahrt kam es zum verhängnisvollen Unglück: An einer reißenden und verengten Stelle der Klamm stieß der 36-Jährige gegen einen Felsen und wurde mit seinem Kajak unter Wasser gezogen. Dem gut ausgerüsteten Wassersportler gelang es nicht mehr sich aus seinem Kajak zu befreien und an die Wasseroberfläche zu kommen.
Eine große Suchaktion musste wie berichtet am späten Samstagabend aufgrund des hohen Wasserstandes abgebrochen werden. Wegen der niedrigeren Temperaturen kam über Nacht weniger Wasser vom Berg, und der Wasserstand ging in den Morgenstunden zurück. Mehr als 50 Einsatzkräfte von Wasserrettung, Bergrettung, Feuerwehr und der Polizei nahmen die Suche in den frühen Morgenstunden wieder auf.
„Wir haben den Verunglückten dann relativ rasch im Bereich des Klamm-Ausgangs gefunden und aus dem Wasser bergen können“, schildert Herbert Gewolf, Landeseinsatzleiter der Wasserrettung. Das Kajak ist derart fest eingeklemmt, dass es zu einem späteren Zeitpunkt bei noch niedrigerem Wasserstand geborgen werden muss.
Bergung bei Ausgang der Klamm war schwierig
Auch die Bergung des Toten gestaltete sich schwierig und zog sich über Stunden. Die Lammeröfen sind an der Unfallstelle beim Ausgang eng, das Gelände ist steil. Die Einsatzkräfte mussten sich vom beliebten Klamm-Wanderweg in die Schlucht abseilen um zum verunglückten Kajakfahrer zu gelangen.
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