Drohen mit Gericht

Zwei ‘Bullen’-Kicker wehren sich gegen Kader-Eliminierung

Sport
19.09.2012 10:46
Zwei jener fünf Kicker, die seit vergangener Woche nicht mehr mit der Bundesliga-Mannschaft von Meister Red Bull Salzburg trainieren dürfen – der Schwede Rasmus Lindgren und der Brasilianer Leonardo –, wehren sich gegen ihre Versetzung. Die Spielergewerkschaft VdF hat die rechtliche Vertretung der betroffenen Spieler übernommen und dem Verein eine Frist von acht Tagen gesetzt, um die Maßnahme zurückzunehmen.

"Sollte innerhalb der Frist keine Reaktion von Red Bull Salzburg erfolgen, werden gegen den Verein gerichtliche Schritte eingeleitet", kündigte die VdF am Dienstag an. "Eine derartige Maßnahme ist eine Missachtung arbeitsrechtlicher Bestimmungen. Ein Trainingsverbot mit der Kampfmannschaft bedeutet auch einen eklatanten Verstoß gegen die im Kollektivvertrag festgelegten Regelungen", schrieb die VdF in einer Aussendung.

Red Bulls Sportdirektor Ralf Rangnick hat in der vergangenen Woche die mit teilweise sehr gut dotierten und noch länger laufenden Verträgen ausgestatteten Brasilianer Douglas, Cristiano und Leonardo sowie den Schweden Rasmus Lindgren und den Uruguayer Joaquin Boghossian aus dem Kader eliminiert (Bericht in der Infobox). Das Quintett darf seither nur noch beim Kooperationsklub FC Liefering in der Regionalliga West mittrainieren.

Laut Angaben des Klubs vertritt die VdF nur die Interessen von Lindgren und Leonardo. Letzterer trainiere schon seit 5. Juli in Liefering, bis vor kurzem habe es aber von der VdF keine Reaktion gegeben. Mit Lindgren sei Salzburg seit zehn Tagen in Gesprächen, um eine Lösung zu finden, hieß es von Seiten des Vereins. Mit Douglas, Cristiano und Boghossian haben Salzburgs Verantwortliche am Dienstag gesprochen, das Trio habe dabei erklärt, dass es zur VdF keinen Kontakt gebe, hieß es weiter.

Für die einst um Millionenbeträge nach Salzburg geholten Spieler sollen neue Klubs gefunden werden. "Es gibt Länder, in denen das Transferfenster noch offen ist", versicherte Rangnick vergangene Woche. An den Ablösesummen werde es nicht scheitern. "Wir werden keine horrenden Forderungen stellen."

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