Rapid darf bei der UEFA eine 75-Personen-Delegation melden, die sich das Spiel gegen Rosenborg im Happel-Stadion zu Gemüte führen kann. Neben einigen Vereinsvertretern - inklusive jenen Spielern, die nicht am Spielbericht berücksichtigt sind - handelt es sich dabei dieses Mal um zahlreiche Mitglieder des "Legendenclubs", jener von Herbert "Funki" Feurer ins Leben gerufenen Vereinigung grün-weißer Kicker-Persönlichkeiten, die für Rapid zumindest 100 Ligaspiele bestritten und/oder einen Titel geholt haben, sowie jener Trainer, die den SCR zu einer Meisterschaft geführt haben.
200 Gäste aus Trondheim
Gleiches gilt auch für den Gegner aus Norwegen. Rosenborg darf aber zusätzlich zur 75-Personen-Abordnung (inklusive Spieler) 200 weitere Personen mitbringen, denen Rapid einen Platz bester Kategorie anbieten muss.
Neben den etwa 110 akkreditierten Medienvertretern - auch krone.at wird live aus dem Happel-Stadion berichten - werden darüber hinaus im Stadion lediglich Personen anwesend sein, die in den Bereichen der Matchorganisation und Sicherheit beruflich tätig sind.
Schon 1971 "geisterte" es im Prater
Ein völliges Novum ist ein Geisterspiel auf Europacup-Ebene für Rapid übrigens nicht. Bereits im Herbst 1971 ließen es die Hütteldorfer Fans im Wiener Prater "geistern". Zum UEFA-Cup-Achtelfinalspiel gegen Juventus Turin (0:1) kamen laut Vereinsarchiv sage und schreibe 623 Zuschauer. Laut der zeitgenössischen Presse waren es dank ein paar zusätzlicher "Gratisblitzer und Adabeis" vielleicht 800 Köpfe, die sich ins Praterstadion verirrt hatten, das damals sogar 72.000 Menschen Platz bot.
Fans blieben freiwillig daheim
Warum aber gerade der Besuch der "Alten Dame" beim Publikum durchfiel, hatte andere Hintergründe als heute. Es gab keine Sanktionen gegen Fans, vielmehr waren diese einfach zu Hause geblieben. Das Spiel fand erstens am 24. November statt, und Wien war gerade vom ersten Wintereinbruch heimgesucht worden, und zweitens handelte es sich um ein "Fernsehspiel". "Das Wiener Fußballpublikum war an diesem Abend vor den Fernsehschirmen versammelt", analysierte die "Arbeiter Zeitung" damals.
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