Bis 2030

Arbeiten am Fluchtstollen im Schmittentunnel

Salzburg
22.04.2024 13:15

Sechs Millionen Fahrzeuge fahren jährlich durch den Schmittentunnel in Zell am See. Um die Sicherheit zu erhöhen, starten die Arbeiten für ein drei Kilometer langes System an Flucht- und Rettungsstollen. Derzeit wird wie berichtet am Tunnelportal gearbeitet.

Bis zum Jahr 2030 soll das System entlang des Schmittentunnels fertig gestellt sein. Derzeit gibt es zwei Fluchtwege, dann sollen es insgesamt 14 sein. Vier davon werden mit Einsatzfahrzeugen befahrbar sein. 

„Für den Tunnelbau ist das dort vorherrschende Gestein kein Problem. Es ist gut zu bohren und gut zu sprengen. Wir erwarten aber schon lokale Nachbrüche, die man sichern muss. Hierfür haben wir aber mit Spritzbeton sehr gute Möglichkeiten“, sagt Ludwig Fegerl, Geologe des Landes. 

Ludwig Fegerl ist Geologe beim Land Salzburg.
Ludwig Fegerl ist Geologe beim Land Salzburg.(Bild: Land Salzburg/Bernhard Kern)

Gebaut wird in drei Abschnitten. Da diese für den Tunnelbau relativ kurz sind, kommt keine Tunnelbohrmaschine zum Einsatz. „Es gibt eine Bohrphase, es gibt eine Sprengphase und dann wird geschuttert, also das Material weggebracht. Am Schluss wird gesichert. Das ist der klassische Tunnelbau“, so Fegerl.

Eckpunkte zu den Rettungsstollen

  • Baubeginn im April 2024 (Vorbereitungen)
  • Gesamtkosten für das Sicherheitspaket: rund 95 Millionen Euro, davon rund 76,5 Millionen Euro für die Flucht- und Rettungsstollen
  • Derzeit gibt es zwei Fluchtwege. Im Endausbau werden es zusätzliche zwölf sein, davon sind vier für Einsatzfahrzeuge befahrbar.
  • Drei Abschnitte, Fertigstellung aller Abschnitte ist im Jahr 2030 geplant
  • Noch im April: Vorbereitungsarbeiten im Vorportalbereich des Fluchtstollens Seehäusl (Baustelleneinrichtung)
  • Ab Mitte Mai: Der bestehende Fluchtweg beim Seehäusl wird aufgeweitet, um Platz für den Stollen-Vortrieb zu schaffen
  • Ab Mitte Juni: Der Stollen in Richtung Zell am See wird vorangetrieben
  • Umfangreiche Information der betroffenen Grundstücksbesitzer und Anrainer erfolgte bereits, außerdem wird eine Ombudsstelle eingerichtet
  • Insgesamt werden bis zu 30 Personen auf der Baustelle tätig sein
  • Sperren aufgrund des Baus der Flucht- und Rettungsstollen wird es nur kurzzeitig geben, nämlich wenn die Durchbrüche zum Haupttunnel gemacht werden. Das Landes-Medienzentrum wird darüber rechtzeitig informieren. Genauso wie über die weitere Vorgehensweise bei der Sanierung des Südportals, sobald der Beginn der Arbeiten feststeht, für die derzeit noch die Ausschreibung läuft.

    Quelle: Land Salzburg

Unabhängig vom Rettungsstollen erfolgt die Sanierung des Südportals. Ab 6. Mai ist der Tunnel komplett gesperrt. Voraussichtlich ab dem 29. Juni soll er wieder befahrbar sein.

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Salzburg-Krone
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