Bluttat im Innviertel

Opa (82) schoss eigener Enkelin in den Bauch

Oberösterreich
07.02.2026 06:00

Schreckliche Gewalttat Freitagnachmittag im Innviertel: Ein 82-Jähriger soll nach einem Streit mit seiner Enkelin (30) seine Waffe gezogen und ihr in den Bauch geschossen haben. Die Oma und Ehefrau des Täters musste alles mitansehen. Die „Krone“ kennt die ersten Details. 

Eine Auseinandersetzung zweier Familienmitglieder endete am Freitagnachmittag in einer betreuten Wohneinrichtung für alte Menschen in einer Innviertler Gemeinde im Bezirk Braunau mit einer schrecklichen Gewalttat. Die 30-Jährige aus Salzburg besuchte am Freitag gegen Mittag ihre 78-jährige Großmutter in ihrer Wohnung in einem Generationenhaus in Lengau.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen kam der 82-jährige Großvater dazu, setzte sich im Wohnzimmer auf ein Sofa und folgte zunächst kommentarlos dem Gespräch zwischen der Großmutter und der Enkelin.

Großvater hatte die Tatwaffe legal besessen
Als die 30-Jährige gegen 13.55 Uhr die Wohnung verlassen wollte, griff der Senior zu einer Schusswaffe – die er legal besessen haben soll – und drückte ab. Die Enkelin wurde im Bauchbereich getroffen und brach verwundet zusammen. Danach tötete sich der Schütze selbst mit der Waffe. Eintreffende Rettungskräfte kümmerten sich um das Schussopfer, das nach der Erstversorgung mit schweren Verletzungen mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus nach Salzburg geflogen wurde.

Streit um Geld
Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen, um die genauen Umstände und das Motiv der Tat zu rekonstruieren. Die Großmutter und Ehegattin gab in ihrer Vernehmung als mögliches Tatmotiv einen Streit um einen niedrigen dreistelligen Geldbetrag an.

In dem Gebäude in der kleinen Innviertler Gemeinde, wo es zu den Schüssen gekommen war, ist neben Wohnungen für Senioren auch eine Tagesbetreuung untergebracht.

Wenn Familienmitglieder zur Waffe greifen
Immer wieder kommt es auch innerhalb von Familien zu Kapitalverbrechen. Im Oktober des Vorjahres tötete ein Pensionist (78) in Enns mit einem Messer seine Ehefrau (70) und den gemeinsamen Sohn (41). Im Herbst 2024 erschoss ein 82-Jähriger in Perg seine Ehefrau und sich selbst mit einem Flobertgewehr. Die beeinträchtigte Tochter (57) des betagten Paares wurde tot im Keller des Hauses gefunden – sie dürfte verhungert sein.

Wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person sich in einer psychischen Ausnahmesituation befinden oder von Suizidgedanken betroffen sind, wenden Sie sich bitte an die Telefonseelsorge unter der Telefonnummer 142. Weitere Krisentelefone und Notrufnummern finden Sie HIER.
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