15.09.2012 11:43 |

Abschied von Moon

Zehntausende bei Trauerfeier für Sekten-"Messias"

Knapp zwei Wochen nach dem Tod des umstrittenen koreanischen Sektengründers San Myung Moon haben Zehntausende von Anhängern von ihrem einstigen geistigen Führer Abschied genommen. Die von Moon gegründete Vereinigungskirche, die auch als Moon-Sekte bekannt ist, veranstaltete am Samstag eine Trauerfeier für den Toten auf ihrem riesigen Gelände in der Nähe von Seoul.
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Nach Angaben der Organisation nahmen rund 35.000 Trauernde, darunter etwa 15.000 Besucher aus dem Ausland, an den Feierlichkeiten teil. Moon, der sich zu Lebzeiten selbst als Messias und Friedenskönig gesehen hatte, war am 3. September im Alter von 92 Jahren gestorben.

Drei Millionen Anhänger in 200 Ländern
Moon hatte die Sekte 1954 in Südkorea gegründet. Sie ist eine der bedeutendsten religiösen Gemeinschaften der Welt. Rund drei Millionen Anhänger bekennen sich zu der Bewegung, die nach eigenen Angaben in rund 200 Ländern missionarisch aktiv ist. Die Sekte war auch wegen ihrer politischen und wirtschaftlichen Aktivitäten bekannt geworden.

Moon hatte dank einer ergebenen Gefolgschaft ein Firmenimperium aufgebaut, das ihn zum Milliardär gemacht hatte. Viel Aufsehen erregten die Massenhochzeiten des Sekten-"Messias", bei denen er im Rahmen sogenannter Blessings Tausende von Paaren in Stadien oder per Satellit segnete. Kritiker hatten Moon vorgeworfen, er strebe eine Art Weltherrschaft an. In den vergangenen Jahren war es um ihn aber ruhiger geworden.

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