Mit Besen, Kochlöffel oder sogar einem Messer soll eine 33-jährige Tirolerin zwischen 2016 und August 2023 ihre Tochter immer wieder geschlagen haben. Nun saß die Frau in Innsbruck vor Gericht, stritt dabei aber (fast) alles ab.
Die Vorwürfe einer mittlerweile Zwölfjährigen gegen ihre Mutter wiegen schwer: Die 33-Jährige soll ihre Tochter, mit der sie bis August noch zusammengelebt hat, über Jahre immer wieder mit Besen, Kochlöffel oder gar einem Messer attackiert haben. Die Frau stritt die Anschuldigungen aber vehement ab. Statt bis zu zweimal wöchentlich will die Tirolerin ihr Kind „lediglich“ einmal mit einem Besenstiel geschlagen haben.
Es war mir an diesem Tag im August einfach alles zu viel. Es ist mir einfach passiert. Dazu bekenne ich mich auch schuldig.
Die Angeklagte vor Gericht
„Es war mir an diesem Tag alles zu viel“, rechtfertigte sich die Angeklagte. Sie habe ihre Tochter damals dabei erwischt, wie sie mit Männern chattete – zudem hatte sie zuvor gestohlen. Fußtritte, Ohrfeigen oder Drohungen sie zu schlagen, falls sie nicht putzen würde, stellte sie aber in Abrede. „Das habe ich sicher nicht getan“, so die Frau, die sich nicht erklären kann, warum ihre Tochter dies behauptet.
Prozess für weitere Zeugen vertagt
„Es geht um viel, Mindeststrafe für fortgesetzte Gewaltanwendung ist eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren“, sagte Richter Andreas Mair, der neben dem mutmaßlichen Opfer auch den Vater und die Volksschullehrerin des Mädchens befragen möchte. Beide haben offenbar weder Hämatome noch Striemen oder Schnittverletzungen beim ihr bemerkt. Vertagt!
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