Im Rahmen seiner Lateinamerika-Reise hat Wirtschaftsminister Martin Kocher (ÖVP) am Montag mit dem brasilianischen Amtskollegen eine Absichtserklärung über die wirtschaftliche Zusammenarbeit vor allem bei grünen Technologien, Industrie, Mobilität und Infrastruktur unterzeichnet. Österreich bemüht sich auch um brasilianische Fachkräfte.
Kocher wird auf seiner Dienstreise von WKÖ-Vizepräsident Wolfgang Hesoun, IV-Vize-Generalsekretär Peter Koren sowie Vertretern der Agenturen ABA, FFG und AWS und einer Wirtschaftsdelegation von zwölf Unternehmen begleitet.
Chancen für österreichische Betriebe
Chancen für österreichische Betriebe sieht man vor allem in den Sektoren Land- und Forstwirtschaft, Lebensmittelproduktion, Öl und Gas, Energie und Gesundheit. Brasiliens Wirtschaft ist in den vergangenen Jahren kräftig gewachsen – 2023 um 2,9 Prozent. Österreich erzielt im Handel mit Brasilien traditionell einen Überschuss: 2022 standen Exporten im Wert von 1,12 Milliarden Euro Importe um 449 Millionen Euro gegenüber. Mehr als die Hälfte der österreichischen Ausfuhren nach Südamerika geht nach Brasilien. Dort sind rund 150 österreichische Unternehmen mit Niederlassungen aktiv. Ungefähr 1000 Firmen exportieren aus Österreich nach Brasilien.
Brasilien will in den nächsten Jahren mehr als 320 Milliarden Euro vor allem in die Wasserversorgung, Abfallbehandlung, Energieerzeugung, die Verkehrsinfrastruktur und in den sozialen Wohnbau investieren – dabei wollen sich auch österreichische Unternehmen um Aufträge bemühen.
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