SPÖ-Chef Andreas Babler hat am Freitag eine Gratis-Kinderbetreuung in ganz Österreich gefordert. Das sei innerhalb von zwei Jahren möglich, sagte er. Um zusätzliches Personal für Kinderbetreuungseinrichtungen zu gewinnen, müssten die Arbeitsbedingungen verbessert werden.
Auch das könne gelingen, zeigte sich der SPÖ-Bundesparteivorsitzende am Freitag in Tirol zuversichtlich. „Diese zwei Milliarden für die Kinder“ habe die Regierung, denn schließlich habe sie in vielen Bereichen Geld „herausgeschossen.“
Bablers Ziel sei es, innerhalb zwei Jahren eine Gratis-Kinderbetreuung in ganz Österreich zu haben. Zudem soll es einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz geben, wie das bereits in Tirol geplant sei. Auch eine warme Mahlzeit pro Tag ist Babler nach zu finanzieren. Die Partei wolle stellvertretend für jedes Kind im Land „Rechte einfordern“ und ihnen eine Stimme geben.
Vorzeigemodell Zams
Der SPÖ-Chef war am Freitag im Tiroler Zams, das seit Jahresbeginn 2023 eine kostenlose Kinderbetreuung anbietet. Bürgermeister Benedikt Lentsch (SPÖ) berichtete von positiven Erfahrungen in seiner Gemeinde. „Damit haben wir auf die Teuerungswelle reagiert und vor allem junge Familien entlastet.“ Die Gemeinde, in der ungefähr 3300 Menschen leben, hat Kinderkrippe, Kindergarten und Hort. Die Familien würden sich durch das kostenlose Angebot zwischen 500 und 2000 Euro durchschnittlich pro Jahr ersparen.
Die Gemeinden nehmen laut Lentsch 60.000 Euro jährlich in die Hand für 200 betreute Kinder. Andere Bürgermeisterinnen und Bürgermeister würden ihn bereits auf das Modell ansprechen. Babler wird auch zum Wahlkampfabschluss der Innsbrucker SPÖ am Samstag erwartet.
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