Immer wieder schreibt der Sport Heldengeschichten. Die von Michael Klaffenböck ist eine solche. Vor neun Monaten riss er sich bei einem Rugbyspiel die Achillessehne. Am Samstag gibt der 30-Jährige nun sein Comeback für die „Steinböcke“, wie Österreichs Rugby-Nationalteam genannt wird.
„Mein erster Gedanke war: Verdammt, das wars jetzt . . . “ Neun Monate ist es her, dass sich Rugby-Forward Michael Klaffenböck im Liga-Finale der tschechischen Ersten Liga im Gedränge (Scrum) die Achillessehne riss. Eine Verletzung, die gut und gerne ein Jahr Heilungsprozess bedeutet. „Wenn man im Rugby altersmäßig auf der falschen Seite der 3 steht, fängt man schon zum Grübeln an“, sagt der 30-jährige gebürtige Oberösterreicher, der seit Jahren nicht aus der Start-Aufstellung des österreichischen Rugby-Rekordmeisters Donau Wien, sowie aus dem Nationalteam wegzudenken ist.
Doch „Klaffi“ kämpft sich zurück. Mit eiserner Disziplin. „Und dank gehöriger Unterstützung unseres Ärzte- und Physiotherapeuten-Teams.“ Alles wieder auf Anfang hieß es zunächst: „Gehen lernen, laufen lernen, springen lernen. Dann zum ersten Mal wieder aufs Feld, ins Gedränge. Mit dem ersten Spiel vor kurzem war dann endlich das Kapitel Reha abgeschlossen.“
Am Samstag feiert der erfahrene Forward sein Comeback für die „Steinböcke“, wie Österreichs Rugby-Nationalteam genannt wird. Im Conference-Spiel (vierthöchste Spielklasse) in Stadion Stadlau (Kick-off: 14 Uhr) gegen Bosnien-Herzegowina. „Im Herbst mussten wir zwei bittere Niederlagen einstecken“, sagt Klaffenböck, für den das Zuschauen von der Tribüne eine Qual war.
„Im Vergleich zu den Clubmannschaften, wo wir mehrmals pro Woche trainieren, ist im Nationalteam die wenige Zeit ein limitierender Faktor.“ Im Frühjahr gabs aber bereits Trainingscamps und Testspiele gegen einen deutschen Bundesligisten. „Es ist spürbar, dass wir schon viel besser harmonieren. Wir wollen die Liga mit einem guten Ergebnis abschließen. Die Steinböcke werden für die lang ersehnte Rückkehr nach Wien vor heimischen Publikum zur Höchstform auflaufen.“ So wie er. Nur neun Monate, nachdem er dachte, es sei alles vorbei.
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