Teammanager Walter Pfaller gab sich am Donnerstag allerdings vorsichtig. Weniger wegen der jüngsten und unerwarteten Medaillenlosigkeit von Österreichs nichtbehinderten Sportlern, sondern weil bei den Paralympics zwecks Übersichtlichkeit immer mehr Klassen zusammengelegt werden und die Entwicklung besonders rasant vorangehe.
"Medaillenlos werden wir aber nicht bleiben, davon bin ich fest überzeugt", versprach Pfaller. "Wenn wir ähnlich wie in Peking abschneiden, kann man aber von einer erfolgreichen Mission sprechen." 2008 gab es vier Gold-, und jeweils eine Silber- und Bronzemedaille für das Österreichische Paralympische Komitee.
Zunehmende Aufmerksamkeit
In London kehren die Paralympics quasi an ihre Geburtsstätte zurück. In den 1940er-Jahren wurden mit den Stoke-Mandeville-Games erstmals Wettbewerbe für Kriegsbehinderte durchgeführt, weshalb das Maskottchen der XIV. Paralympics auch "Mandeville" heißt. Eröffnet werden die Paralympics durch Queen Elizabeth.
Erstmals wird auch der österreichische Bundespräsident persönlich vor Ort sein. Heinz Fischer besucht die Eröffnung der Paralympics am 29. August ebenso wie jene des Haus-Austria am 30. August. "Das zeigt, welchen Stellenwert die Paralympischen Spiele in der Öffentlichkeit erreicht haben", freute sich ÖPC-Präsidentin Maria Rauch-Kallat.
Von Routiniers bis Debütanten
Auffallend ist auch, dass im 32-köpfigen ÖPC-Team, das von Routiniers wie Thomas Geierspichler, Christoph Etzlsdorfer, Andreas Vevera, Wolfgang Schattauer, Stanislaw Fraczyk oder Martin Legner angeführt wird, 27 Männer aber nur fünf Frauen sind. Auch sieben Debütanten sind für Österreich am Start. Darunter mit Pepo Puch ein querschnittgelähmter Reiter, der 2004 in Athen noch für Kroatien in der Vielseitigkeit angetreten ist.
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