

Nach dem „Krone“-Bericht über einen verzweifelten Fischzüchter aus dem Bezirk Krems gehen die Wogen hoch. Während dieser Schützenhilfe von einem bekanntem Gewässerexperten erhält, meldet sich auch das Büro der Tierschutz-Landesrätin, das auf die Haltung des Züchters mit großer Verwunderung reagiert.
Vom Untergang bedroht durch Otter und Co. sieht sich Fischzüchter Thomas Muschl, der bei Großreinprechts im Bezirk Krems lebt. Der „Krone“-Bericht darüber schlug auch im Büro von Tierschutz-Landesrätin Susanne Rosenkranz auf – man ging der Sache nach: „Muschl hat weder Beratungsmöglichkeiten noch Präventionsmaßnahmen in Bezug auf Biber oder Fischotter in Anspruch genommen. Auch eine Ausfraßförderung wurde nie beantragt“, findet man es befremdlich, dass Muschl um seine Existenz bangen müsste.
Weiters wäre die Teichanlage teilweise einzäunbar, aber auch hier hätte es keinen Kontakt mit der Förderstelle gegeben.
Mehr als 1000 Fischotter in Niederösterreich
Im Vorjahr gab es in NÖ angeblich 1085 Fischotter – davon etwa ein Drittel in der alpinen Region. Rosenkranz stellt klar, dass die Tiere nicht bedingungslos geschützt sind: Denn 50 Tiere dürfen pro Jahr maximal entnommen werden. Mink, Graureiher und Kormoran würden zudem in die Zuständigkeit der Jäger fallen und auch da gäbe es klare Entnahmeregelungen.


Gewässerökologe betont Aussterben von Fischen
Schützenhilfe kommt hingegen – nicht nur für den Otter-geplagten Muschl, sondern auch für alle anderen Fischhüter im Land – vom erfahrenen Gewässerökologen Helmut Belanyecz, der seine Petriwurzeln in Fischamend hat: „Die Prädatoren nehmen derart zu, dass Bachforellen, aber auch Äschen über weite Alpenvorland-Flussstrecken bereits ausgestorben sind. Behördliche Maßnahmen zur Reduzierung der Bestände dieser Räuber sind völlig unzureichend, um die Salmoniden noch retten zu können.“
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