Das globale Banken-Kommunikationssystem SWIFT plant in den nächsten ein bis zwei Jahren eine neue Plattform, um die sich in Entwicklung befindlichen digitalen Zentralbankwährungen mit dem bestehenden Finanzsystem zu verbinden. „Wir haben einen Fahrplan für die Markteinführung in den nächsten zwölf bis 24 Monaten“, sagte der für Innovationen zuständige SWIFT-Manager Nick Kerigan am Montag.
„Es verlässt das experimentelle Stadium und wird zu etwas, das Realität wird“, so Kerigan in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters.
Die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication (SWIFT) ist für die standardisierte Übermittlung von Nachrichten zu Finanztransfers verantwortlich und hat damit eine wichtige Schlüsselposition im weltweiten Finanzsystem inne. An ihr Kommunikationsnetzwerk sind nach früheren Angaben rund 11.500 Finanzinstitute in mehr als 200 Ländern angeschlossen.
Rund um den Globus prüfen fast alle Notenbanken die Einführung digitaler Versionen ihrer Währungen. Sie reagieren damit auch auf die drohende Konkurrenz durch Cyberdevisen internationaler Technologiekonzerne und den Vormarsch von Kryptodevisen wie Bitcoin und Etherum. Der Inselstaat Bahamas war 2020 weltweit das erste Land, das mit dem „Sand Dollar“ offiziell eine Digitalversion seiner Währung einführte.
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