Opfer pflegebedürftig

Kinnhaken endet fatal – aber Täter freigesprochen

Gericht
26.03.2024 05:57

Ein Streit an einer Tankstelle in Niederösterreich endete für einen 39-Jährigen mit dem Verlust der Sprache. Der Vater zweier Mädchen wird pflegebedürftig bleiben. Die Freisprüche sind rechtskräftig. Der Tathergang konnte im Prozess nicht exakt rekonstruiert werden, die Zeugenaussagen waren widersprüchlich.

Zwei Brüder, Emir und Teo, wollten sich an einer Tankstelle in Mistelbach (NÖ) aussprechen – es ging um ausgeborgte und nicht zurückgegebene 20 Euro. Doch anstatt Versöhnung eskalierte der Streit. Als Emir einen Hünen als Schläger zur Unterstützung holte, mischte sich ein befreundetes Brüderpaar ein – und landete wegen absichtlich schwerer Körperverletzung mit schweren Dauerfolgen in Korneuburg vor Gericht. Die „Krone“ berichtete über den Fall.

Angeklagter: „Ich habe mich nur gewehrt“
„Der Riese war noch im Auto und hatte ein Messer. Mein Mandant hielt daher die Türe zu“, sagt Anwalt Andreas Strobl in dem Prozess, der im Mai 2023 startete und mehrere Monate lang lief. „Als ich die Türe zuhielt, kam Emir auf mich zu und wollte mich schlagen. Ich habe mich nur gewehrt“, so der 28-jährige Hauptangeklagte.

Das Wehren hatte fatale Folgen. Emir, der zwei kleine Töchter hat, krachte nach dem Kinnhaken mit dem Kopf auf dem Boden und verlor die Sprache. „Er ist nun ein Pflegefall“, sagt Astrid Wagner, Vertreterin der Opfer-Familie.

Das Beweisverfahren ergab kein gefestigtes Bild, wie sich der Vorfall genau zugetragen hatte – weshalb Strobls Mandant und dessen Bruder freigesprochen wurden. „Das Urteil hat bereits Rechtskraft erlangt“, so der Rechtsanwalt.

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