Dramatisches 2:0

Tore in 91. und 97. Minute: Rapid zittert sich zum Aufstieg

Sport
09.08.2012 23:00
Rapid hat auf hoch dramatische Art und Weise Österreichs Fußball-Ehre gerettet. Nach dem Scheitern von Salzburg, Ried und der Admira verhinderten die Wiener das totale Europacup-Fiasko. Rapid nahm in der Europa-League-Qualifikation mit viel Mühe die serbische Hürde Vojvodina Novi Sad und steht damit im Play-off (23. und 30. August). Nach einer 1:2-Auswärtsniederlage drehten die Rapidler den Spieß mit einem 2:0-Heimsieg dank Toren in der 91. (Alar/Elfer) und in der 97. Minute (Boyd) noch um.

Es lag an Rapid, die heimische Fußball-Ehre zu retten. Dafür war allerdings eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber der 0:3-Derbyschlappe am Sonntag notwendig. Dafür nahm Trainer Peter Schöttel auch drei Änderungen vor: Markus Heikkinen, Thomas Prager und Guido Burgstaller rückten für Muhammed Ildiz (krank), Stefan Kulovits und Alar in die Startformation.

Kaum Kreativität im Rapid-Spiel
Rapid versuchte zwar druckvoll zu agieren, fand aber wie schon zuletzt auch gegen die Austria keine Mittel, um echte Chancen herauszuspielen. Die grün-weißen Geistesblitze fehlten, um die vor allem auf Defensive bedachten Gäste auszuhebeln. Wenn überhaupt, dann wurde es nach Standardsituation gefährlich. Steffen Hofmann schoss einen Freistoß genauso übers Tor (25.) wie Christopher Drazan seinen Versuch nach einer Eckball-Variante (32.).

Ansonsten plätscherte das Geschehen sehr zum Gefallen der Serben ereignislos Richtung Pause. Novi Sad tauchte nur einmal in den ersten 45 Minuten gefährlich im Rapid-Strafraum auf, Marko Poletanovic vergab aus kurzer Distanz (34.).

Boyd und Burgstaller vergaben
Rapid startete mit mehr Elan in die zweite Spielhälfte. Nur 30 Sekunden nach Wiederanpfiff vergab Boyd (46.), der wenig später per Kopf am blendend reagierenden Goalie Nemanja Supic scheiterte (53.). Burgstaller verfehlte das lange Kreuzeck (56.) - und damit war der grün-weiße Zwischensprint wieder vorbei.

Die Schlussoffensive wurde vom aufgerückten Verteidiger Mario Sonnleitner eingeleitet, nach Hofmann-Freistoßflanke landete Sonnleitners (Hinter)-Kopfball an der Latte (74.). Novi Sad versuchte bei jeder Gelegenheit, mit Mätzchen und Verzögerungen womöglich entscheidende Sekunden herauszuschinden. In der 84. Minute flog Pavlovic nach einem brutalen Foul an Christopher Trimmel vom Feld.

Dramatische Schlussphase
Wie schon im Hinspiel war das Finish nichts für schwache Nerven. Diesmal hatten die Rapidler das bessere Ende für sich. Nach Foul von Branislav Trajkovic an Boyd entschied der Referee auf Elfmeter. Nicht der im Hinspiel vom Elferpunkt gescheiterte Hofmann, sondern Alar schnappte sich den Ball und verwertete eiskalt flach ins rechte Eck zum 1:0 (91.). Sekunden vor dem Schlusspfiff machte Boyd dann gegen die plötzlich verzweifelt stürmenden Serben mit dem 2:0 nach Konter alles klar (98.).

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Sport
09.08.2012 23:00
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

KMM
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung