Die Eidgenossen investieren kräftig ins Rheintal – davon profitiert auch Vorarlberg. Der Fokus liegt dabei auf der Rad- und Fußgänger-Infrastruktur.
Ende 2023 beschloss das Schweizer Parlament das 1,6 Milliarden Schweizer Franken (1,67 Mrd. Euro) schwere, vierte nationale Agglomerationsprogramm. Die „Agglomeration Rheintal“, bestehend aus dem Land Vorarlberg, dem Kanton St. Gallen sowie insgesamt 23 Gemeinden auf beiden Seiten des Rheins, erhält daraus bis 2028 eine Finanzspritze für Maßnahmen in der Siedlungs- und Landschaftsentwicklung.
Verbesserungen im Grenzgebiet
Der große Profiteur ist Vorarlberg, denn ins Ländle fließen nicht weniger als acht Millionen Euro – für verkehrstechnische Verbesserungen im Grenzgebiet. Wer jetzt an eine Anbindung an das Schweizer Autobahnnetz denkt, der irrt allerdings.
Im Fokus der Maßnahmen steht der Rad- und Fußgängerverkehr: Eine 270 Meter lange Radwegverbindung in Lustenau zwischen zwei Ortsteilen, die von der zur Schweizer Grenze führenden L 203 zerschnitten wird, war das erste Projekt, das in die Umsetzung startete. Weitere sollen folgen: So finanziert das Nachbarland Projekte in Höchst, Gaißau, Hohenems sowie in Koblach und Götzis und in Feldkirch mit.
Fuß- und Radbrücke
Als „Highlight“ bezeichnete Lustenaus Bürgermeister Kurt Fischer (ÖVP) den Bau einer Fuß- und Radbrücke über den Rhein im Jahr 2025. Auch in Teile der vom Land versprochenen Verkehrsberuhigungsmaßnahmen an der L203, die eine Bürgerinitiative dringend fordert, sollen Schweizer Gelder fließen. Über das nachbarschaftliche Finanzierungspaket zeigten sich Landesrat Zadra (Grüne) und Landesrat Tittler (ÖVP) logischerweise höchst erfreut.
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