Revanche geglückt

Vikings besiegen Raiders und holen sich Austrian Bowl

Sport
29.07.2012 10:16
Die Vienna Vikings haben eine starke Saison mit dem Gewinn der Austrian Bowl gekrönt. Die Wiener setzten sich am Samstagabend im Finale der heimischen Liga im American Football auf der Hohen Warte vor 4.640 Zuschauern mit 48:34 (26:14) gegen die Raiders Tirol durch. Sie nahmen damit erfolgreich Revanche für die Niederlage im Vorjahresfinale und machten sich mit dem elften Triumph zum alleinigen Rekordtitelträger. Für die Raiders, die im Vorjahr auch die Eurobowl gewonnen hatten, ging die Saison damit titellos zu Ende.

Die Vikings hatten die Eurobowl-Finalniederlage gegen die Calanda Broncos ein Woche zuvor offenbar problemlos verdaut. Die Wiener starteten dank eines Touchdowns von Dusty Thornhill plangemäß, die von einem stark agierenden Talib Wise angeführten Tiroler konterten aber und gingen ihrerseits 14:6 in Front. Damit war die Herrlichkeit der Gäste im 200. Spiel der Vereinsgeschichte vorerst aber vorbei. Noch im ersten Viertel verkürzten die Wiener auf 12:14 und stellten bis zur Halbzeit sogar auf 26:14.

Vikings insgesamt zu stark für die Raiders
Im dritten Viertel kam das Team von Coach Shuan Fatah auf 21:26 heran, bald zogen die Vikings aber u.a. durch einen Fumble gar auf 40:21 davon. Kurz vor dem Ende des dritten Viertels gelang den Raiders das 28:40, das 34:40 durch den vierten Touchdown von Wise bald nach Wiederbeginn sorgte schließlich noch für Spannung bis zum Schluss. Knapp drei Minuten vor dem Ende bedeutete aber eine Interception die endgültige Entscheidung: Die Wiener stellten auf 48:34 und ließen sich von ihren Fans feiern.

Gross zum MVP gewählt
Zum wertvollsten Spieler (MVP) des Finales wurde Viking-Spielmacher Christoph Gross gewählt, der für 272 Yards und drei Touchdowns passte. Die Vikings behielten gegen die Raiders, die ihren vierten Titel nach 2004, 2006 und 2011 verpassten, in dieser Saison damit eine weiße Weste. Schon die beiden Duelle im Grunddurchgang hatte man mit 17:15 (in Wien) und 14:12 (in Innsbruck) knapp gewonnen. Bisher hatten sich die Vikings den Titel des Rekordmeisters mit den Graz Giants teilen müssen.

"Mir fehlen die Worte. Was für ein Spiel", erklärte ein überglücklicher Vikings-Coach Chris Calaycay. "Unser Ziel waren 48 Punkte, das haben wir erreicht. Die Raiders haben nie aufgegeben, wir haben gewusst, dass das Spiel erst mit dem Schlusspfiff vorbei ist." Raiders-Trainer Fatah bekrittelte die Fehler in der Schlussphase: "Der Fumble und die Interception haben uns das Genick gebrochen."

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