Das Weiterkommen der Admira war in keiner Phase des Spiels ernsthaft in Gefahr. Dies lag auch an einem überaus gelungenen Start: In der 4. Minute leistete Sabitzer eine mustergültige Vorarbeit für Schwab, der im Strafraum noch einen Verteidiger aussteigen ließ und im Fallen zwischen die Beine von Schalgiris-Goalie Vitkauskas zum 1:0 traf. Zehn Minuten später stand es bereits 2:0 für die Gastgeber. Im Zuge eines Eckballs von Jezek wurde Drescher von Jankauskas zu Boden gerissen, den dafür verhängten Elfmeter verwertete Jezek souverän.
Kurz darauf folgte die einzige brenzlige Phase für die Südstädter. Goalie Tischler verschätzte sich bei einer Freistoßflanke der Litauer und der Ball sprang vom Knie von Kuklys ins Tor. Wirklich nervös wurden die Kühbauer-Schützlinge deswegen aber nicht - schon in der 25. Minute ließ Windbichler per Kopf nach Jezek-Corner einen Sitzer aus. So dauerte es bis zur 31. Minute, ehe das vorentscheidende 3:1 fiel. Ouedraogo versenkte einen Querpass von Sabitzer per Fersen-Direktabnahme im Netz. Allerdings zählte der Treffer nicht, denn Sabitzer war zuvor im Abseits gestanden.
Die Admira war eine Klasse besser. Dies wurde wieder in der 52. Minute augenscheinlich, als sich Ouedraogo mit einer starken Einzelaktion in Szene setzte und auf Jezek passte, der seinem Gegenspieler im Strafraum noch ein "Gurkerl" verpasste und abgebrüht zum 4:1 einschoss. Auch danach hatte die Admira das Match klar unter Kontrolle, wohl auch dank des Spielverlaufs: Mit der schnellen Führung boten sich genau jene Räume, welche die Admira für ihre große Stärke - das schnelle Spiel nach vorne - benötigt. Diese Qualität bewiesen die Hausherren vor den Augen von ÖFB-Teamchef Marcel Koller wieder in der 70. Minute, als der eingewechselte Hosiner einen zügig vorgetragenen Angriff mit einem Flachschuss ins lange Eck zum 5:1 abschloss.
Zudem passte auch die Abstimmung in der Defensive nicht, die konterstarken Weißrussen kamen der Führung einige Male sehr nahe. Ein Schuss von Grenkow (1.) ging genauso drüber wie ein Heber des starken Balanowitsch (5.). Zudem ging ein ansatzloser Abschluss von Balanowitsch nur knapp am Tor vorbei, nachdem Reiter am Ball vorbeigeschlagen hatte (11.). In den letzten zehn Minuten vor der Pause wurde es gleich noch dreimal brenzlig für die Innviertler: Gebauer hielt einen Sitko-Schuss (35.), der schön freigespielte Chachaturyan traf alleine stehend vor dem Ried-Goalie den Ball nicht (38.) und ein Schuss von Osipenko aus guter Position ging am langen Eck vorbei (45.).
Zur Pause reagierte Fuchsbichler und brachte den in der Startformation erwarteten Ziegl für den ebenfalls farblos gebliebenen Zulj. Am Spielgeschehen änderte sich vorerst aber wenig bis gar nichts. Die Weißrussen hatten weiterhin mehr von der Partie und hätten sich die Führung verdient gehabt. Gebauer parierte einen Volleyschuss von Sitko (47.) und ein Schuss von Osipenko verfehlte das Tor (59.).
In der letzten halben Stunde verhalf Rieds Trainer dem Spanier Carril nach überstandener Knieverletzung zu seinem Pflichtspiel-Comeback, für den ohne Chance gebliebenen Guillem war der Arbeitstag zu Ende. In der Schlussphase konnten die Weißrussen nicht mehr zusetzen, die über weite Strecken ängstlich wirkenden Rieder begnügten sich mit dem Notwendigsten, brachten das 0:0 gegen am Ende müde wirkende Weißrussen über die Zeit. Damit sind die Rieder auch im achten Europacup-Heimspiel (4 Siege, 4 Remis) im eigenen Stadion ungeschlagen geblieben.
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