Europa-Trilogie

Grazer Theater im Bahnhof erkundet 14 Städte

Steiermark
08.03.2024 14:00

Ein ungewöhnliches Konzept liegt dem Frühjahrsprogramm des Grazer Theaters im Bahnhof zugrunde. Die Mitglieder besuchten einzeln oder in kleinen Gruppen mehr oder weniger bekannte europäische Städte und verarbeiten ihre Eindrücke zu vorerst drei Theaterproduktionen.

Blind Dates mit europäischen Städten erlebten die Mitglieder des Theaters im Bahnhof in den ersten beiden Monaten dieses Jahres. Ihre Reiseziele bestimmte ein ausgeklügeltes System. Der Plan der Grazer Linien wurde über eine Europakarte projiziert, jene Stadt, die der Haltestelle nahe der Wohnung des jeweiligen TiB-Mitglieds entsprach, wurde besucht. Das konnte Kaunas, Leipzig oder Straßburg sein, oder auch Ostrava, Valkenburg und Vade Havet.

Vierzehn Erfahrungen
14 Städte im Osten, im Norden, im Westen und in der Mitte Europas (kein TiB-Mitglied wohnt offensichtlich im Süden von Graz) wurden aufgesucht, 14 höchst unterschiedliche Eindrücke gesammelt. Dabei ging es weniger um touristische Erlebnisse als vielmehr um die Frage von Gemeinsamkeiten, von Spaltungen, um den ursprünglichen Traum von einem vereinten Europa.

Für Heike Barnard, Helmut Köpping und Rupert Lehhofer war die Reise ins litauische Kaunas eine beklemmende Erfahrung, führte ihre Route doch entlang der größten Konzentrations- und Vernichtungslager. Monika Klengel wiederum fielen im tschechischen Ostrava nicht nur die vielen Industriedenkmäler und Plattenbauten auf, sondern auch die vielen Statuen von virilen Arbeitern. Übermäßige Sauberkeit und die unfassbare Kontrolle der Natur stachen Beatrix Brunschko und Jacob Banigan im niederländischen Valkenburg ins Auge.

Hexen und Punks
Hexen und Auswanderer haben Elisabeth Holzmeister im dänischen Nationalpark Vade Havet interessiert. Martina Zinner hat in Erfurt den Blaudruck erlernt, während Johanna Hierzegger in Stuttgart auf den Spuren einer DDR-Punklegende unterwegs war.

Dass Jänner und Februar nicht unbedingt die idealen Reisezeiten sind, mussten viele erkennen, von Dauerregen und eisiger Kälte war bei der Präsentation des Projekts oft die Rede. Auch das nicht selbst gewählte Reiseziel war eine gewisse Herausforderung. Dennoch möchte keiner diese Erfahrungen missen.

Drei Premieren und ein Marathon
Gemeinsam wird nun eine Trilogie erarbeitet. Teil eins widmet sich unter dem Motto „Wer soll das bezahlen?“ den Städten im Osten und hat am 12. April im Quartier Theater im Bahnhof Premiere. Teil zwei stellt ebendort ab 26. April die Frage „Sind wir noch zusammen?“ und behandelt die Städte in der Mitte. Und Teil drei steht ab 10. Mai unter dem durchaus auch bildlich zu verstehenden Motto „Das Wasser steigt“ auf dem Programm. Alle drei Teile an einem Tag kann man schließlich in einem Marathon am 2. Juni erleben.

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