Obwohl Melitta Zach sogar elf Jahre lang als Teamleiterin in einer Filiale einer deutschen Handelskette arbeitete, begann mit Knieproblemen seit 2017 auch ein langer Leidensweg, wo sie sich auch in ihrem Unternehmen behaupten musste. „Ich hätte gern, aber es ging so einfach mehr“, schildert sie und dankt Waidhofen-Thaya-AK-Chefin Sabine Draxler, die ihr zur Seite stand.
Das ist Sabine Draxler, Leiterin der Arbeiterkammer (AK) im Bezirk Waidhofen an der Thaya, noch nicht untergekommen. „Obwohl im Vertrag zur Altersteilzeit klipp und klar stand, dass Frau Zach die Abfertigung von ihrer Vollzeittätigkeit berechnet wird, wurde ihr um insgesamt 15.131,34 Euro weniger ausbezahlt. Nach unserer Intervention hat sie das Geld aber rasch nachgezahlt bekommen“, freut sie sich, Melitta Zach aus Dietmanns geholfen haben zu können.
Abfertigung: Es zahlt sich aus, nachzurechnen!
Gerade bei der Abfertigung Alt könne es sich auszahlen, diese von der AK nachrechnen zu lassen. „Deutsche Firmen hinken auch oft bei Änderungen im Kollektivvertrag und dergleichen hinterher. Wenn wir das dann einmahnen, wird das meist anstandslos korrigiert – ohne die Gerichte zu bemühen“, betont Draxler.
Mit Knieproblemen begann Leidensweg
Die regionale AK-Chefin stand der Neo-Pensionistin seit 2017 immer wieder zur Seite. Damals bekam die Teamleiterin der Waidhofner Filiale eines deutschen Konzerns Gesundheitsprobleme. „Laufen, stehen, schwer heben, keine Klimaanlage“, schildert Zach belastende Arbeitsbedingungen, mit denen viele Handelsangestellte kämpfen. Nach einer Knie-OP fiel sie länger aus und konnte danach die Vollzeitstelle nur mehr mit argen Schmerzen bewältigen.
Ich bin oft weinend bei Frau Draxler gesessen, ich wusste nicht mehr weiter. Für die Hilfe bin ich ihr unendlich dankbar, ohne sie wäre das nie so gut ausgegangen.
Handelsangestellte Melitta Zach.
Kampf um weniger Belastung gewonnen
Die Arbeiterkammer kämpfte darum, für die heute 61-Jährige eine Wiedereingliederungsteilzeit zu erreichen, damit sie die Last bewältigen konnte. „Ich bin Sabine Draxler so dankbar und deshalb bin ich auch bereit, meine Geschichte auch öffentlich zu erzählen“, sagt Zach. Anfernfalls hätten der Handelsangestellten schlimme Geldeinbußen gedroht – in Zeiten der Teuerung wiegt das besonders schwer.
Fast jeder 7. Einwohner suchte bei AK Hilfe
Angespannte Zeiten ortet die Arbeiterkammer Waidhofen an der Thaya in ihrem 25.500 Einwohner großen Bezirk: „2023 nahmen hier 3500 Menschen unsere Hilfe in Anspruch, es gab mehr als 7500 Beratungen“, so die AK-Funktionäre.
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